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Nvidia und OpenAI: Mega-Deal stockt, doch Beziehung bleibt entscheidend

Seit der Ankündigung eines gigantischen 100-Milliarden-Dollar-Deals im September zwischen Nvidia und OpenAI hat sich wenig bewegt: Kein Vertrag, kein Geldtransfer, und nun auch Berichte über „eingefrorene“ Verhandlungen. Die Wall Street Journal berichtete, dass interne Zweifel bei Nvidia an OpenAIs Geschäftsmodell die Gespräche verlangsamt hätten. Dabei war die Kooperation ursprünglich als Meilenstein für die künstliche Intelligenz-Branche gefeiert worden – mit dem Ziel, eine Infrastruktur mit 10 Gigawatt Leistung zu bauen, die Nvidia erst nach Abschluss der ersten Gigawatt mit einem Investitionsschub von 10 Milliarden Dollar unterstützen würde. Die erste Phase soll bis Mitte 2026 online gehen. Doch bislang gibt es kaum Fortschritte. Trotz der Spannungen betonen beide Unternehmen weiterhin ihre strategische Abhängigkeit voneinander. OpenAI braucht massenhaft Nvidia-Chips, um seine Wachstumsziele zu erreichen – und Nvidia profitiert von OpenAIs Erfolgen, die die Nachfrage nach seinen leistungsstarken GPUs weiter anheizen. Die Marktkapitalisierung von Nvidia erreichte im Oktober 2024 mit über 5 Billionen Dollar ihren Höhepunkt, ist mittlerweile aber auf 4,4 Billionen zurückgegangen. OpenAI selbst wurde zuletzt auf über 800 Milliarden Dollar bewertet, nachdem es im vergangenen Jahr eine private Bewertung von 500 Milliarden Dollar erreicht hatte. Die aktuelle Finanzierungsrunde, an der Nvidia laut CEO Jensen Huang mitwirken wird, ist separat von der ursprünglichen Vereinbarung. Huang versicherte gegenüber CNBC, dass es „keine Dramen“ gebe, und betonte, dass Nvidia weiter in OpenAI investieren werde – auch bei der geplanten Börsennotierung. Sam Altman äußerte sich ähnlich auf X: Er sei überzeugt, dass OpenAI „eine riesige Kundin“ für Nvidia bleiben werde. Dennoch bleibt die ursprüngliche Megakooperation unvollendet. Hintergrund der Spannungen: Beide Unternehmen haben ihre Partnerschaftsstrategien erweitert. Nvidia investierte 2024 10 Milliarden Dollar in Anthropic und stärkt so seine Position gegenüber Wettbewerbern. Gleichzeitig hat OpenAI mit AMD, Broadcom und dem Startup Cerebras Verträge abgeschlossen, um die Abhängigkeit von Nvidia zu verringern – insbesondere da die Nachfrage nach Rechenleistung exponentiell steigt. Trotz der Berichte von Differenzen betont OpenAIs Infrastrukturchef Sachin Katti, dass die Zusammenarbeit mit Nvidia „fundamental“ sei. „Unsere gesamte Rechenflotte läuft auf Nvidia-GPUs“, schrieb er. Die Welt brauche „Größenordnungen mehr Rechenleistung“ – eine Aussage, die die strategische Bedeutung beider Unternehmen unterstreicht. Industrieanalysten sehen in der Beziehung eine Balance aus Abhängigkeit und strategischer Diversifizierung. Obwohl die Verhandlungen stocken, bleibt die Kooperation trotzdem entscheidend für die Zukunft der KI-Industrie. Beide Unternehmen profitieren von der Synergie – auch wenn sie nun vorsichtiger mit ihren Partnerschaften umgehen.

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