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Dell verschiebt Projekt Maverick zur IT-Modernisierung auf Mai und August

Dell hat seine umfassende interne Modernisierung, bekannt als „Project Maverick“, verschoben. In einem internen Memo an Führungskräfte und Projektbeteiligte gab Vice Chairman und COO Jeff Clarke bekannt, dass der Start der ersten Phase auf Mai 2025 und die folgenden Versionen auf August verschoben wird. Ursprünglich sollten die neuen Systeme in Februar und Mai 2025 in den beiden Hauptabteilungen – dem Client Solutions Group (CSG) und dem Infrastructure Solutions Group (ISG) – eingeführt werden. Die Verschiebung resultiert aus einer internen Bereitschaftsüberprüfung, die zeigte, dass die neue Plattform zwar funktional ist, aber noch nicht ausreichend stabil und skalierbar für den globalen Geschäftsbetrieb ist. Clarke betonte, dass die Systeme „nicht bereit sind, die Belastung zu tragen, die Dell täglich erzeugt“. Der CSG, der Hardware wie PCs und Monitore entwickelt, erhält die neuen Systeme zuerst, gefolgt vom ISG, der Server, Speicher und IT-Infrastruktur bereitstellt. Die Modernisierung ist entscheidend für Dell’s AI-Strategie, da das aktuelle IT-Ökosystem aus etwa 4.700 Anwendungen, 70.000 Servern und über 10.000 Datenbanken besteht – ein komplexes und kostspieliges Geflecht, das die Effizienz behindert. Seit 2024 arbeitet Dell an der Schaffung einer standardisierten, modernen Plattform, unterstützt von Deloitte-Experten und strengen Geheimhaltungsvereinbarungen. Ein Mitarbeiter des Projekts nannte die Verschiebung „leicht enttäuschend“, betonte aber, dass ein früherer Start mit fehlerhaften Kernprozessen zu größeren Problemen geführt hätte. Die Umstellung auf eine neue Systemarchitektur innerhalb von zwei Jahren bei einem Unternehmen mit über 100.000 Mitarbeitern sei äußerst anspruchsvoll. Clarke betonte, dass die neue Frist endgültig sei: „Wir werden diese Frist nicht erneut verschieben.“ Die Teams müssen bis Mai noch Entwicklungen abschließen, Systeme testen, skalieren und Mitarbeiter schulen. Die Zielsetzung: bis Ende des Fiskaljahres 2027 ein einheitliches, konsistentes „One Set of Books“-System zu haben. Die Verzögerung unterstreicht die Herausforderungen, die etablierte Technologiekonzerne bei der Transformation für die KI-Ära bewältigen müssen. Laut Joe Depa, Chief Innovation Officer bei EY, ist eine solche Modernisierung unvermeidlich – KI erfordert nicht nur neue Tools, sondern eine grundsätzliche Neuausrichtung von Prozessen, Systemen und Geschäftsmodellen. Die Verschiebung ist für Branchenexperten kein ungewöhnliches Phänomen. Bei Unternehmen mit langen technologischen Verflechtungen und globalen Betriebsabläufen ist eine solche Umstellung mit hohem Risiko verbunden. Dell, gegründet 1984, hat sich über Jahrzehnte als führender Hersteller von PCs und Servern etabliert, doch die zunehmende Dominanz von Cloud- und KI-Technologien zwingt auch etablierte Player zu tiefgreifenden Veränderungen. Die Tatsache, dass das Projekt so streng geheim gehalten wurde, zeigt, wie sensibel die Modernisierung ist. Die Beteiligung von Deloitte unterstreicht die Komplexität. Obwohl die Verzögerung kritisch ist, wird die Vorsicht von Experten als notwendig angesehen. Ein schneller, unvorbereiteter Rollout könnte zu Systemausfällen, Datenverlusten und Kundenverlusten führen. Die Fokussierung auf Stabilität und Skalierbarkeit, auch wenn sie die Zeitpläne beeinträchtigt, ist daher strategisch sinnvoll. Dell bleibt mit dem Ziel, bis 2027 ein konsistentes, künstliche-intelligenz-fähiges IT-System zu haben, auf Kurs – auch wenn der Weg länger ist, als ursprünglich geplant.

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