HyperAIHyperAI

Command Palette

Search for a command to run...

Rio Tinto und AWS fördern nachhaltigen Kupferabbau für US-Datacenter

Rio Tinto und Amazon Web Services (AWS) haben eine strategische Kooperation angekündigt, die den Einsatz von klimafreundlichem Nuton-Kupfer aus dem Johnson Camp-Bergbau in Arizona für die US-amerikanischen Rechenzentren von AWS ermöglicht. Dies markiert den weltweit ersten industriellen Einsatz der Bioleaching-Technologie Nuton, die von Gunnison Copper entwickelt wurde und nun im großtechnischen Maßstab am Johnson Camp-Mine in Arizona funktioniert. Unter einem zweijährigen Vertrag wird AWS erstmals Nuton-Kupfer in Komponenten seiner Rechenzentren einsetzen – etwa in Kabeln, Busbaren, Transformatoren und Prozessoren. Gleichzeitig unterstützt AWS den Betrieb mit Cloud-basierten Datenanalysen, um die Effizienz der Bioleaching-Technologie weiter zu optimieren. Nuton nutzt natürliche Mikroorganismen, um Kupfer aus primären Sulfidmineralen zu extrahieren – ein Prozess, der ohne traditionelle Konzentrator- und Schmelzverfahren auskommt. Dadurch entfällt der Bedarf an großen, energieintensiven Anlagen, was die Lieferkette von der Mine bis zum Rohstoff verkürzt. Das Verfahren erzeugt Kupferkathoden mit einer Reinheit von 99,99 % direkt am Bergbauort und reduziert die CO₂-Emissionen erheblich. Laut einer unabhängigen Lebenszyklusanalyse (LCA) liegt der gesamte Kohlenstofffußabdruck (Scope 1+2+3) von Johnson Camp bei nur 2,82 kg CO₂e pro Kilogramm Kupfer – deutlich unter dem globalen Durchschnitt von 1,5 bis 8,0 kg CO₂e/kg. Zudem wird nur etwa 71 Liter Wasser pro Kilogramm Kupfer benötigt, gegenüber durchschnittlich 130 Litern weltweit. Die Energieversorgung des Bergbaus erfolgt zu 100 % aus erneuerbaren Quellen, da Nuton 134.000 Green-e Energy-Zertifikate erworben hat, die die Nutzung von Solar- und Windenergie abdecken. Die Produktion ist auf rund 30.000 Tonnen Kupfer über vier Jahre angelegt, wobei etwa 16.000 Tonnen aus der Lauf-der-Mine-Heape-Verarbeitung und 14.000 Tonnen aus der Nuton-Technologie stammen. Katie Jackson, CEO von Rio Tinto Copper, betont, dass die Kooperation ein Beispiel dafür sei, wie industrielle Innovation und Cloud-Technologie gemeinsam zu nachhaltigerer Materialproduktion beitragen können. AWS-Cheftechnologin Kara Hurst unterstreicht, dass die Zusammenarbeit mit Nuton Teil des Amazon Climate Pledge sei, der bis 2040 Netto-Null-Emissionen anstrebt. Die Nutzung von Kupfer aus nahegelegenen, emissionsarmen Quellen stärke die Versorgungssicherheit und beschleunige die Dekarbonisierung der Infrastruktur. Industrielle Experten sehen in der Kooperation einen Wendepunkt für die Rohstoffindustrie: Die Kombination aus biologischer Metallgewinnung und digitaler Optimierung könnte die Grundlage für eine nachhaltigere, dezentralere und schneller skalierbare Kupferproduktion werden. Nuton Technology, ein Tochterunternehmen von Gunnison Copper, gilt als Pionier in der bioleaching-basierten Metallurgie. Rio Tinto, ein globaler Minen- und Metallkonzern, setzt mit diesem Schritt auf eine neue Generation von nachhaltigen Rohstoffen, die auch kritische Infrastruktur wie Rechenzentren klimafreundlicher machen.

Verwandte Links

Rio Tinto und AWS fördern nachhaltigen Kupferabbau für US-Datacenter | Aktuelle Beiträge | HyperAI