PharosAI und 10x Genomics kombinieren KI und räumliche Biologie für fortschrittliche Krebsforschung
PharosAI, ein Forschungskonsortium aus vier führenden britischen Institutionen – King’s College London, Queen Mary University of London, Guy’s and St Thomas’ NHS Foundation Trust sowie Barts Health NHS Trust –, hat eine strategische Partnerschaft mit 10x Genomics angekündigt, um die Krebsforschung durch die Kombination von Künstlicher Intelligenz (KI) und räumlicher Biologie zu revolutionieren. Unterstützt mit 18,9 Millionen Pfund aus dem UK Government’s Research Ventures Catalyst und zusätzlichen Beiträgen von Wohltätigkeitsorganisationen und Industriepartnern, zielt das Projekt darauf ab, eine der weltweit umfangreichsten multimodalen Krebsdatenbanken zu erstellen. Diese wird genomische, transcriptomische, bildgebende und räumliche Daten umfassen, die mit maßgeschneiderten KI-Modellen und Analysetools verknüpft werden, um frühere Diagnosen, präzisere Therapien und neue Behandlungsmöglichkeiten zu ermöglichen. Der Fokus liegt zunächst auf Brustkrebs, mit geplanten Erweiterungen auf Lungen- und Bauchspeicheldrüsenkrebs, basierend auf Tausenden archivierter Gewebeproben aus dem NHS-System. Die Nutzung der Xenium-Plattform von 10x Genomics ermöglicht eine hochauflösende, räumlich aufgelöste Analyse von Gewebeproben, wodurch bisher verborgene biologische Muster sichtbar werden können. Die Plattform bietet eine skalierbare, reproduzierbare Arbeitsweise und die Möglichkeit, benutzerdefinierte Genpanels zu entwickeln, um spezifische molekulare Merkmale von Krebsarten gezielt zu untersuchen. Professorin Anita Grigoriadis, CEO von PharosAI und Professorin für Molekular- und Digitale Pathologie an King’s College London, betont, dass der Zugang zu fragmentierten und schwer zugänglichen Daten bisher den Fortschritt in der KI-gestützten Krebsforschung behindert habe. Mit PharosAI werde nun ein umfassendes, KI-fähiges Datenökosystem geschaffen, das Forschern, Klinikern und Innovatoren weltweit den Zugang zu hochwertigen, standardisierten Daten ermöglicht. Serge Saxonov, CEO von 10x Genomics, unterstreicht, dass die Xenium-Technologie entscheidend sei, um Jahrzehnte alte NHS-Proben in robuste, räumlich aufgelöste Datensätze zu verwandeln – eine Voraussetzung für zuverlässige KI-Modelle. Die Daten werden sicher und transparent über eine Plattform zugänglich gemacht, um die wissenschaftliche Zusammenarbeit zu fördern. Das Projekt läuft bis 2027 und positioniert das Vereinigte Königreich als weltweit führenden Akteur in der KI-getriebenen Krebsforschung. Industrieexperten sehen in der Initiative einen Meilenstein für die Precision Medicine. Die Integration von räumlicher Biologie mit KI eröffnet neue Möglichkeiten, die Tumormikroumgebung und Tumor-Immuninteraktionen besser zu verstehen. Die Zusammenarbeit zwischen akademischen Einrichtungen, Kliniken und Industrie zeigt, wie öffentliche und private Akteure gemeinsam komplexe medizinische Herausforderungen angehen können. 10x Genomics, ein führender Anbieter in der Einzelzell- und räumlichen Biologie, hat bereits zahlreiche bahnbrechende Entdeckungen in Onkologie, Immunologie und Neurowissenschaften ermöglicht. PharosAI ist ein Beispiel dafür, wie Technologie, Daten und Kooperation zusammenwirken, um die Patientenversorgung nachhaltig zu verbessern.
