Xcode unterstützt nun agente von Anthropic und OpenAI über MCP
Apple bringt agente Codierung in Xcode. Am Dienstag kündigte das Unternehmen die Veröffentlichung von Xcode 26.3 an, die Entwicklern erstmals die direkte Nutzung von agentenbasierten KI-Tools wie Anthropic’s Claude Agent und OpenAI’s Codex in der offiziellen Entwicklungsumgebung für Apple-Apps ermöglicht. Die Release Candidate-Version ist ab sofort über die Entwickler-Website verfügbar und wird später im App Store erscheinen. Die Neuerung baut auf dem vorherigen Xcode 26 auf, der erstmals Unterstützung für ChatGPT und Claude in der integrierten Entwicklungsumgebung (IDE) eingeführt hatte. Mit Xcode 26.3 können KI-Agenten nun tiefgreifender in die Funktionen der IDE eingreifen und komplexe Automatisierungen durchführen. Dazu gehört der Zugriff auf Projekte, deren Struktur und Metadaten, sowie die Erstellung, Ausführung von Tests und Fehlerbehebung. Die Agenten nutzen zudem die aktuellsten Apple-Entwicklerdokumentationen, um die neuesten APIs zu berücksichtigen und Best Practices einzuhalten. Die Integration erfolgt über das Model Context Protocol (MCP), das es Xcode ermöglicht, seine Funktionen für externe, MCP-kompatible Agenten zugänglich zu machen. Damit funktioniert die agente Codierung nicht nur mit Codex und Claude, sondern mit jeder unterstützten KI, die das MCP-Protokoll nutzt. Entwickler können die gewünschten Agenten über die Einstellungen in Xcode herunterladen und ihre Konten bei den KI-Anbietern verknüpfen, entweder durch Anmeldung oder Hinzufügen eines API-Schlüssels. In einer Dropdown-Liste wählen sie die gewünschte Modellversion aus, beispielsweise GPT-5.2-codex oder GPT-5.1-mini. Über eine Eingabefläche auf der linken Seite des Bildschirms geben sie natürliche Sprachbefehle ein – etwa, dass eine neue Funktion mit einem bestimmten Apple-Framework hinzugefügt werden soll, inklusive Design- und Funktionsanforderungen. Während der Arbeit unterteilt der Agent die Aufgabe in kleinere Schritte, die transparent im Code sichtbar werden. Änderungen sind farblich hervorgehoben, und ein Projekt-Transkript auf der Seite zeigt Schritt für Schritt, was der Agent tut. Diese Transparenz soll besonders Anfängern helfen, den Codierungsprozess besser zu verstehen. Apple organisiert dazu am Donnerstag eine „Code-along“-Workshop-Session auf seiner Entwickler-Website, bei der Nutzer live mitarbeiten und die neuen Funktionen erlernen können. Am Ende prüft der Agent, ob der generierte Code korrekt funktioniert. Bei Fehlern kann er iterativ weiterarbeiten, um Probleme zu beheben. Apple rät dazu, dem Agenten Zeit zu geben, seine Pläne zu überdenken, bevor er Code schreibt – dies verbessert oft die Ergebnisse. Zudem können Entwickler jederzeit auf vorherige Versionen zurückgreifen, da Xcode automatisch Meilensteine erstellt, sobald der Agent Änderungen vornimmt. Dies ermöglicht sichere und kontrollierte Nutzung agenter KI in der App-Entwicklung.
