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AI-Treibstoff treibt Webscale-Infrastruktur aus.

Im zweiten Quartal 2025 erreichte die Webscale-Infrastrukturinvestitionen mit einem Rekordhoch neue Höhen: Die 25 Unternehmen im Webscale Tracker generierten 722 Milliarden US-Dollar Umsatz (+14,1 % im Jahrzehnt), legten ihre Kapitalausgaben um 77,0 % auf 122 Milliarden US-Dollar an und investierten 93 Milliarden US-Dollar in Forschung und Entwicklung (+17,8 %). Die Netto-PP&E stiegen um 38,9 % auf 1,111 Billionen US-Dollar, während die Cash-Reserven stabil bei 629 Milliarden US-Dollar lagen und die Schulden um 8,9 % auf 567 Milliarden US-Dollar stiegen. Der Beschäftigungsumfang betrug 4,28 Millionen Mitarbeiter (+1,2 %), trotz deutlicher Divergenzen zwischen den Unternehmen. Die Haupttreiber der Wachstumsdynamik waren die „Big Four“ – Amazon, Alphabet, Microsoft und Meta – sowie JD.com mit einem Umsatzwachstum von 22,5 %. Besonders auffällig war der Rückgang bei Fujitsu und Baidu, die aufgrund von Marktexiten bzw. sinkenden Werbeeinnahmen Umsatzeinbußen verzeichneten. Alibaba wuchs nur um 1,9 %, beeinträchtigt durch die Abtretung von Sun Art und Intime. In der Personalentwicklung zeigte sich ein Stagnationsdruck: Während JD.com mit +15 % stark wuchs, fiel Alibabas Mitarbeiterzahl um 38 % nach den Spinnoffs im Frühjahr 2025. Amazon, Meta und Alphabet wuchsen leicht, Microsoft blieb stabil. Langfristig erwartet der Bericht eine moderate Zunahme, gefolgt von einem Rückgang durch Automatisierung und Robotik, besonders im Logistikbereich. Regionen: Asien-Pazifik kehrt nach mehreren schwachen Quartalen mit einer deutlichen Erholung zurück – die starke staatliche Unterstützung für Tencent und Alibaba sowie der wachsende Exporterfolg von Xiaomi tragen zur Dynamik bei. Alle Regionen wuchsen nahe am globalen Durchschnitt von 14 %, wobei Asien nun wieder ein Wachstumstreiber ist. Die Investitionen werden weiterhin von der KI-Hype-Spirale getrieben, unterstützt durch US-Subventionen, breite Konsumenteninteresse und eine selbstverstärkende Dynamik zwischen Anbietern und Nachfragern – trotz deutlicher Risiken eines möglichen Kurssturzes, der bereits in der „Blase“-Phase liegt. Industrieexperten warnen vor einer Überhitzung: „Die KI-Infrastrukturinvestitionen sind heute weniger durch nachweisbare Renditen als durch Furcht vor Verzögerung und Wettbewerbsdruck getrieben“, sagt ein Analyst von Gartner. „Viele Unternehmen bauen Kapazitäten, ohne klare Nutzungsszenarien. Wenn die Erwartungen nicht erfüllt werden, könnte es zu einer massiven Kurskorrektur kommen.“ Microsoft, Amazon und Alphabet dominieren weiterhin den Markt mit stabilen Wachstumsraten und tiefgreifenden KI-Integrationen. JD.com, obwohl mit hohem Energieverbrauch und geringen Capex-Anteilen, zeigt durch Expansion und Wachstum in China weiterhin Potenzial, könnte aber aufgrund der Deconsolidierung seines Cloud-Geschäfts an Bedeutung verlieren. Tencent und Alibaba profitieren von staatlichen Förderprogrammen und stärken ihre Position in Asien. Xiaomi zeigt sich als neuer Akteur mit globalem Wachstum und zunehmender KI- und Data-Center-Strategie. Die Zukunft der Webscale-Industrie hängt entscheidend von der Realisierung konkreter KI-Value-Add-Modelle ab – ohne diese könnte die aktuelle Investitionsblase bald platzen.

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