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Neuralink strebt nach Telepathie-Trademark – doch Konkurrenz droht

Elon Musk’s neurotechnology venture Neuralink hat sich auf die Entwicklung eines drahtlosen Hirn-Computer-Interface (BCI) konzentriert, das Menschen ermöglichen soll, Geräte mit ihrem Gedanken zu steuern – eine Fähigkeit, die Musk als „Superkräfte“ bezeichnet. Um diese Vision zu schützen, hat Neuralink Anträge auf die Markenrechte für die Begriffe „Telepathy“ (Telepathie) und „Telekinesis“ (Telekinese) gestellt. Diese Namen passen zur Vision eines zukünftigen, mental gesteuerten Lebens, doch der Weg zu den Markenrechten ist gestört: Ein anderes Unternehmen, die in den USA ansässige Firma Prophetic, hat bereits im Jahr 2023 und im Sommer 2024 ähnliche Anträge gestellt. Prophetic, gegründet von dem Informatiker Wesley Berry, positioniert sich als Pionier in der Forschung zu „lucid dreaming“ (bewusstem Träumen) und entwickelt ein nicht-invasives Neuromodulations-Device, das den Zustand des bewussten Träumens fördern soll. Obwohl Details zu der Technologie knapp sind, hat das US-amerikanische Patentamt (USPTO) Neuralinks Anträge vorerst abgelehnt, da die Marken bereits von Prophetic angemeldet wurden. Beide Unternehmen hatten sogenannte „Intent-to-use“-Anträge gestellt, die es ermöglichen, Markenrechte vor der kommerziellen Nutzung zu reservieren. Prophetic erhielt die Zustimmung für „Telepathy“ im Dezember 2024 und für „Telekinesis“ im August 2025. Allerdings bleiben die Marken erst dann voll gültig, wenn Berry innerhalb von drei Jahren nach der Zustimmung nachweist, dass er die Marken tatsächlich in der Wirtschaft nutzt. Falls er dies nicht tut, werden die Anträge als aufgegeben gelten, und Neuralink könnte die Markenrechte erlangen. Obwohl der Streit um die Namen auffällig ist, ist er für Neuralink vermutlich nicht entscheidend – die Firma könnte alternative, ähnlich klangvolle Bezeichnungen wie „Mind Control“ oder „Neural Link“ nutzen. In der Zwischenzeit hat Neuralink in Toronto zwei weitere Patienten mit seinem BCI-Chip implantiert, jeweils am 27. August und 3. September 2025, im Rahmen einer klinischen Studie am Toronto Western Hospital der University Health Network (UHN). Beide Patienten leiden unter einer Rückenmarksverletzung. Der erste Implantat-Empfänger, Noland Arbaugh, ein Quadriplegiker, hatte bereits im Januar 2024 die Operation durchlaufen und berichtete, dass er seitdem Videospiele mit seinem Gedanken steuern konnte. Arbaugh äußerte sich in jüngsten Interviews dankbar für die Teilnahme und betonte, dass die Technologie sein Leben erheblich verbessert habe. Die Operation wird von einem 7 Meter hohen Roboter namens „R1“ durchgeführt, der die präzise Verbindung der elektrischen Nervenleitungen im Gehirn ermöglicht. Die Ergebnisse der Studie sollen Aufschluss über die Sicherheit und Effektivität der Technologie geben. Branchenexperten sehen den Markenstreit als symbolisch, aber nicht entscheidend. „Die Namen sind Marketing, nicht die Technologie“, sagt Dr. Lena Hartmann, Neurotechnologie-Experte an der ETH Zürich. „Wichtiger ist, ob die Systeme sicher, zuverlässig und ethisch vertretbar sind.“ Neuralink bleibt trotz der Herausforderungen ein führender Akteur in der BCI-Entwicklung, mit einer ambitionierten Vision, die sowohl technologische als auch gesellschaftliche Grenzen herausfordert.

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