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xAI baut Solarfarm neben Datenzentrum in Memphis, trotz Umweltbedenken

Elon Musk’s artificial intelligence startup xAI plant einen Solarpark von 88 Hektar direkt neben seinem Colossus-Datenzentrum in Memphis, Tennessee. Der geplante Solarpark soll etwa 30 Megawatt Strom erzeugen – eine Summe, die nur etwa zehn Prozent des geschätzten Energiebedarfs des riesigen Datacenters abdeckt. Das Gelände liegt an einer 136 Hektar großen, bisher unbebauten Fläche, die dem Entwickler des Colossus-Geländes gehört. Die Initiative ist Teil eines umfassenderen Plans, den xAI im September vorgestellt hatte: einen 100-Megawatt-Solarpark, kombiniert mit 100 Megawatt Batteriespeicher, um eine rund-um-die-Uhr-Stromversorgung zu gewährleisten. Der Solarprojektentwickler Seven States Power Corporation erhielt dafür eine Förderung von 439 Millionen US-Dollar vom US-Landwirtschaftsministerium, darunter 414 Millionen als zinsloses Darlehen – ein seltener Fall, da viele Bundesförderprogramme für erneuerbare Energien unter der Trump-Administration gestrichen wurden. Trotz dieser grünen Ambitionen steht xAI unter massivem Druck, weil es über 400 Megawatt an Erdgas-Turbinen betreibt, ohne die erforderlichen Genehmigungen. Laut der Southern Environmental Law Center (SELC) und der NAACP haben mindestens 35 dieser Turbinen jährlich mehr als 2.000 Tonnen Stickstoffoxide (NOx) emittiert – ein Hauptbestandteil von Smog und eine bekannte Ursache für Atemwegserkrankungen. In der nahegelegenen, überwiegend schwarzen Gemeinde Boxtown stiegen die Konzentrationen von Stickstoffdioxid um 79 % nach Inbetriebnahme des Datacenters, wie Forscher der Universität von Tennessee in Knoxville feststellten. Einwohner berichten von vermehrten Asthmaanfällen und anderen gesundheitlichen Problemen. xAI begründet den Einsatz der Turbinen damit, dass sie bis zur sicheren Versorgung mit ausreichendem Strom aus erneuerbaren Quellen als Übergangslösung dienen. Lokale Behörden erteilten dem Unternehmen eine Genehmigung für 15 Turbinen bis Januar 2027. Gleichzeitig hat xAI in Mississippi zusätzliche Gasaggregate für sein zweites Datenzentrum, Colossus 2, installiert – aktuell 59 Turbinen, von denen 18 als „vorübergehend“ klassifiziert sind und daher nicht streng reguliert werden. Die Kritik an xAI wächst, da die geplanten Solarprojekte zwar Fortschritte signalisieren, aber nicht ausreichen, um die Umweltauswirkungen der derzeitigen Betriebsweise auszugleichen. Experten warnen, dass die Energieeffizienz von KI-Infrastrukturen und deren Umweltbilanz entscheidend für die Nachhaltigkeit der Technologiebranche sind. Die von xAI angekündigten Investitionen in erneuerbare Energien werden als Schritt in die richtige Richtung gesehen, doch bleiben die bisherigen Praktiken ein kontroverses Thema – besonders in sensiblen Gemeinden. Die Balance zwischen technologischem Fortschritt und sozialer Verantwortung bleibt eine zentrale Herausforderung für die Zukunft von KI-Infrastruktur. Tim De Chant, Senior-Klimareporter bei TechCrunch und Experte für Klimatechnologie, hat die Entwicklung ausführlich dokumentiert. Mit einem Doktortitel in Umweltwissenschaft und einem Stipendium des Knight Science Journalism Fellowships am MIT verfügt er über tiefgehende Expertise. Seine Berichterstattung beleuchtet die Spannung zwischen Innovation und Umweltschutz in der digitalen Ära.

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