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Anthropic bringt Claude Code zu Slack – ein großer Schritt für Entwickler

Anthropic startete heute im Beta-Test die neue Funktion Claude Code in Slack, die Entwicklern ermöglicht, Coding-Aufgaben direkt aus Chat-Threads heraus zu delegieren. Die Funktion, die als Forschungsvorschau verfügbar ist, baut auf der bereits bestehenden Slack-Integration von Anthropic auf und erweitert sie um vollständige Workflow-Automatisierung. Bisher konnten Nutzer Claude nur für einfache Aufgaben wie Code-Snippets, Debugging oder Erklärungen nutzen. Jetzt können sie @Claude in relevanten Threads taggen, um eine komplette Coding-Sitzung zu starten. Claude analysiert dabei den Kontext der Nachrichten, erkennt den passenden Code-Repository, gibt Fortschrittsupdates innerhalb des Threads weiter und teilt Links zur Überprüfung des Codes und zum Erstellen von Pull Requests. Dieser Schritt markiert eine bedeutende Entwicklung im Bereich der KI-gestützten Softwareentwicklung: Der Fokus verschiebt sich nicht mehr primär auf die Leistung des KI-Modells, sondern auf die Integration in die täglichen Arbeitsabläufe. Die neue Funktion nutzt den bestehenden Kontext von Slack-Threads – etwa Bug-Reports oder Feature-Anfragen – und vermeidet manuelle Kopierarbeiten. Entwickler können nun nahtlos von der Diskussion zur Umsetzung wechseln, ohne zwischen verschiedenen Anwendungen hin- und herwechseln zu müssen. Die Einführung von Claude Code in Slack spiegelt einen größeren Trend in der Branche wider. Auch Cursor bietet bereits eine Slack-Integration für das Schreiben und Debuggen von Code innerhalb von Chat-Threads, während GitHub Copilot kürzlich Funktionen hinzugefügt hat, um Pull Requests direkt aus Chat-Nachrichten zu generieren. Zudem sind OpenAI’s Codex-Modelle über benutzerdefinierte Slack-Bots nutzbar. Diese Entwicklung zeigt, dass KI-Coding-Assistenten zunehmend aus den klassischen Entwicklungsumgebungen (IDEs) in Zusammenarbeits-Tools wie Slack wandern – genau dort, wo Teams bereits kommunizieren und kooperieren. Für Slack bedeutet dies eine strategische Stärkung: Indem das Tool als „agenter Hub“ positioniert wird, an dem KI und Arbeitskontext zusammenfließen, könnte es die zentrale Plattform für Software-Entwicklung werden. Wer in Slack die dominierende KI-Integration etabliert, könnte maßgeblich beeinflussen, wie Entwicklerteams in Zukunft arbeiten. Die nahtlose Verbindung von Diskussion und Code-Generierung markiert den Beginn einer neuen Ära der kollaborativen, KI-geprägten Softwareentwicklung. Die Einführung von Claude Code folgt knapp nach dem Launch des neuen Modells Claude Opus 4.5, das Anthropic als leistungsfähiger als Google Gemini 3 im Bereich Coding bezeichnet. Allerdings weist Opus 4.5 noch Sicherheitslücken auf: Er lehnte nur 78 Prozent von Anfragen zur Erstellung von Malware ab, was auf weiteren Verbesserungsbedarf hindeutet. Trotz dieser Herausforderungen unterstreicht die neue Funktion die fortschreitende Integration von KI in den täglichen Arbeitsalltag von Entwicklern – nicht mehr nur als Hilfsmittel, sondern als integraler Teil des Zusammenarbeitsprozesses.

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