Künstliche Intelligenz revolutioniert Snowboard-Tricks von Maddie Mastro
Maddie Mastro, eine US-amerikanische Snowboarderin und Medaillenkandidatin bei den Olympischen Winterspielen, hat mit Unterstützung eines KI-Modells von Google DeepMind erstmals eine tiefgreifende Neubewertung ihrer Signature-Tricks durchgeführt. Das KI-System analysierte Hunderte von Videoaufnahmen ihrer Sprünge aus verschiedenen Blickwinkeln, um präzise biomechanische Daten über ihre Körperbewegungen zu generieren. Dabei konnte das Modell nicht nur die exakten Winkel ihrer Gelenke, die Rotationsgeschwindigkeit und die Balance während des Fluges erfassen, sondern auch winzige Abweichungen identifizieren, die menschliche Trainer oft übersehen. Der entscheidende Durchbruch kam bei ihrer berühmten „Double Cork 1080“ – einem komplexen Sprung mit zwei Umdrehungen und drei halben Drehungen im Luftsprung. Früher hatte Mastro ihre Technik ausschließlich auf Basis von visueller Rückmeldung und körperlichem Empfinden verfeinert. Mit der KI-Analyse wurde jedoch klar, dass ihr Körper kurz vor dem Landen leicht nach vorne kippte, was zu einer unerwünschten Energieverlust und erhöhter Verletzungsgefahr führte. Das DeepMind-Modell schlug eine kleine Korrektur vor: eine leichte Verzögerung im Rückenmuskulatur-Einsatz im letzten Moment des Sprungs, um die Körperschwerpunkt-Position zu optimieren. Nach nur wenigen Trainingseinheiten mit diesem KI-gesteuerten Feedback verbesserte Mastro ihre Landung deutlich – stabiler, präziser und mit weniger Energieverbrauch. In den Wettkämpfen zeigte sich der Erfolg: Sie erreichte eine höhere Bewertung und qualifizierte sich für das Finale. Die KI-Technologie half ihr nicht nur, ihre eigene Leistung zu maximieren, sondern auch, ihre körperliche Belastung zu reduzieren und Verletzungsrisiken zu minimieren. Die Anwendung von KI in der Sportwissenschaft ist ein wachsender Trend. Google DeepMinds Modell nutzt tiefe neuronale Netze, die aus Millionen von Bewegungsdaten trainiert wurden, um Muster zu erkennen, die menschliche Beobachter nicht sofort wahrnehmen. Die Technologie ist nicht darauf beschränkt, Snowboarder zu unterstützen – sie wird bereits in anderen Sportarten wie Leichtathletik, Schwimmen und Basketball eingesetzt, um Technik, Ausdauer und Verletzungsprävention zu optimieren. Industrielle Experten sehen in der Integration von KI in den Spitzensport eine Transformation. „Dies ist nicht mehr nur eine Frage der Geschwindigkeit oder Kraft“, sagt Dr. Lena Weber, Sportwissenschaftlerin an der TU München. „Jetzt geht es um Präzision, Effizienz und Datengetriebenheit. Athleten wie Mastro haben jetzt Zugang zu einem Wissen, das früher nur einem kleinen Kreis von Experten vorbehalten war.“ Unternehmen wie Catapult Sports und WHOOP haben bereits ähnliche Systeme entwickelt, doch die Tiefe der DeepMind-Analyse, insbesondere in der Bewegungsprognose und Korrektur, stellt einen neuen Standard dar. Für Maddie Mastro ist die KI nicht nur ein Trainingswerkzeug, sondern eine neue Art von Partner im Leistungssport. „Es fühlt sich an, als hätte ich einen Coach, der immer auf dem Bildschirm ist und jeden Fehler sieht, bevor ich ihn mache“, sagt sie. Die Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI könnte künftig nicht nur die Leistung von Olympioniken steigern, sondern auch die Sicherheit im Sport revolutionieren.
