Altman plant Indien-Besuch bei AI-Gipfel in Neu-Delhi
OpenAI-Chef Sam Altman plantet, wie TechCrunch unter Berufung auf Quellen erfahren hat, eine Reise nach Indien im Februar 2026 – seine erste in fast einem Jahr. Die Reise fällt in die Woche des India AI Impact Summit 2026 in Neu-Delhi, der vom 16. bis 20. Februar stattfindet und führende Tech-Manager aus dem Ausland wie Nvidia-Chef Jensen Huang, Google-Chef Sundar Pichai und Anthropic-Chef Dario Amodei anziehen soll. Obwohl Altman noch nicht offiziell als Teilnehmer genannt ist, bereitet OpenAI neben dem Gipfel eigene geschlossene Treffen vor, bei denen Altman erwartet wird. Zudem ist ein eigenes OpenAI-Event am 19. Februar in Neu-Delhi geplant, zu dem Venture-Capital-Investoren und Branchenexperten eingeladen sind. Die geplante Reise unterstreicht die wachsende strategische Bedeutung Indiens für globale KI-Unternehmen. Neben OpenAI planen auch Anthropic (Entwicklungstag in Bengaluru) und Nvidia (Abendveranstaltung in Neu-Delhi) separate Veranstaltungen in der gleichen Woche. Diese Konzentration von Events zeigt, wie US-Technologiekonzerne Indiens wachsende Unternehmenskundenbasis, Start-up-Szene und Entwicklergemeinschaft nutzen wollen. OpenAI hat in den letzten Monaten seine Präsenz in Indien ausgebaut: Es sucht nach Mitarbeitern in New Delhi, Mumbai und Bengaluru für Bereiche wie Enterprise-Sales, technische Implementierung und KI-Regulierung. Indien ist bereits der größte Markt für ChatGPT-Angebote bei Downloads und der zweitgrößte in Bezug auf Nutzerzahlen. Trotzdem bleibt die Umwandlung von Nutzern in zahlende Abonnenten herausfordernd – daher wurde im vergangenen Jahr das günstigere „ChatGPT Go“-Paket mit einem Preis unter 5 Dollar eingeführt, das zunächst kostenlos zur Verfügung stand. Altman soll während seines Besuchs mit führenden Tech-Größen, Startup-Gründern und Regierungsvertretern sprechen, um die Unternehmensnutzung von ChatGPT auszubauen und die Reichweite als Massenprodukt zu erhöhen. OpenAI interessiert sich zudem für eine mögliche Infrastruktur-Expansion in Indien. Doch Hindernisse wie unzureichende Stromversorgung, hohe Energiekosten und Wasserknappheit in vielen Regionen könnten den Ausbau von Rechenzentren verlangsamen und Betriebskosten erhöhen. Die indische Regierung sieht den Gipfel als Chance, bis zu 100 Milliarden Dollar an Investitionen anzuziehen. Parallel fördert das IT-Ministerium lokale Start-ups, die kleinere KI-Modelle für regionale Anwendungen entwickeln sollen, um die Abhängigkeit von US-Systemen zu verringern. Obwohl OpenAI, das IT-Ministerium und die Gipfelorganisation keine Stellungnahmen abgaben, deutet die Aktivität auf eine tiefgreifende strategische Wende hin: Indien wird zunehmend als zentraler Player im globalen KI-Ökosystem wahrgenommen. Industriebeobachter sehen in der Initiative eine klare Signalwirkung: Indien etabliert sich nicht nur als KI-Nutzungsmarkt, sondern als potenzieller Standort für Entwicklung, Infrastruktur und regulatorische Zusammenarbeit. Für OpenAI könnte die Reise eine Chance sein, den Markteintritt zu festigen und langfristig strategische Allianzen zu bilden – vor allem in einem Land mit riesigem Potenzial, aber auch komplexen infrastrukturellen Herausforderungen.
