Nvidia dominiert mit 94 % Marktanteil, GPU-Verkäufe steigen um 27 %
Im zweiten Quartal 2025 stiegen die GPU-Lieferungen weltweit auf 11,6 Millionen Einheiten – ein Anstieg um 27 % gegenüber dem Vorquartal. Dies markiert eine deutliche Abkehr von der traditionellen saisonalen Schwächephase im zweiten Quartal, die in den vergangenen Jahren typisch war. Gleichzeitig stiegen die Lieferungen von Desktop-PC-CPUs auf 21,7 Millionen Einheiten, ein Anstieg um 21,6 %. Laut einer Analyse von Jon Peddie Research (JPR) ist dieser unerwartete Boom auf eine Kombination aus Preisanpassungen und strategischem Vorratskauf zurückzuführen. Während die Preise für Mittelklasse- und Einstiegs-GPUs gesunken sind, stiegen die Preise für High-End-Modelle – eine Entwicklung, die auf anstehende Zölle und Lieferengpässe hindeutet. Viele Händler gingen davon aus, dass sich die Kosten in Zukunft erhöhen würden, weshalb Käufer ihre Bestellungen vorverlegten. Nvidia behauptet weiterhin ihre dominierende Stellung mit einem Marktanteil von 94 % – ein Plus von 2,1 Prozentpunkten gegenüber dem Vorquartal. Die starke Nachfrage nach Nvidia-GPUs, insbesondere in den Bereichen KI-Training, Datenzentren und High-End-Gaming, treibt diesen Erfolg voran. AMD folgt mit einem Anteil von 6 % auf Platz zwei, was eine deutliche Verbesserung gegenüber früheren Quartalen darstellt, allerdings bleibt der Abstand zu Nvidia immens. Intel hingegen bleibt auf dem Markt weit hinter den Konkurrenten zurück; sein Marktanteil war so gering, dass er in der Analyse nicht mehr sichtbar wurde. Die Entwicklung unterstreicht die zunehmende Zentralisierung der GPU-Industrie um Nvidia, die durch ihre technologische Überlegenheit in der KI- und KI-Infrastruktur-Segment weiter an Stärke gewinnt. Die Preisspanne zwischen den Produktsegmenten – sinkende Preise für Einsteigermodelle, steigende für Spitzenmodelle – spiegelt eine strategische Preispolitik wider, die sowohl den Massenmarkt anspricht als auch den Profit von High-End-Produkten sichert. Die kurzfristige Überlastung der Lieferketten und die Ausverkäufe bei vielen Händlern deuten auf eine hohe Nachfrage, die über die normale saisonale Dynamik hinausgeht. Industrielle Experten sehen in der Entwicklung eine Bestätigung für die zunehmende Abhängigkeit der Technologiebranche von Nvidia, insbesondere im Bereich KI. „Die Dominanz von Nvidia ist mittlerweile so ausgeprägt, dass selbst kleinere Marktverschiebungen von AMD kaum noch spürbar sind“, sagt ein Analyst von TechInsight. „Die Preisanpassungen und die Vorratskäufe zeigen, dass Unternehmen und Verbraucher bereits auf eine neue Ära vorbereitet sind – mit Nvidia als zentraler Triebkraft.“ Nvidia selbst bleibt weiterhin auf Wachstumskurs, unterstützt durch seine engen Partnerschaften mit Cloud-Anbietern und die kontinuierliche Weiterentwicklung seiner Hopper- und Blackwell-Architekturen. Für AMD bleibt die Herausforderung, nicht nur Marktanteile, sondern auch technologische Glaubwürdigkeit in der High-End-Segment zurückzugewinnen. Intel hingegen muss seine GPU-Strategie neu überdenken, um überhaupt wieder sichtbar zu werden.
