Twist Bioscience veröffentlicht Studie zur Bio-Sicherheit bei KI-gestützter Proteindesign
Twist Bioscience Corporation, ein biotechnologisches Unternehmen mit Sitz in South San Francisco, Kalifornien, hat gemeinsam mit Microsoft und einer breiten Koalition aus Wissenschaftlern und Industriepartnern, darunter die International Gene Synthesis Consortium, eine bahnbrechende Studie veröffentlicht, die in der renommierten Fachzeitschrift Science erschienen ist. Der Artikel mit dem Titel „Strengthening nucleic acid biosecurity screening against generative protein design tools“ beleuchtet erstmals systematisch die Auswirkungen künstlicher Intelligenz (KI) auf die Bio-Sicherheit im Bereich der synthetischen DNA. Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit proaktiver, iterativer Verbesserungen und intensiver Zusammenarbeit zwischen Technologieunternehmen, Lebenswissenschaften und Regulierungsbehörden, um potenzielle Missbrauchsrisiken zu antizipieren und zu minimieren. Für bekannte Proteine und Sequenzen sind die derzeitigen Bio-Sicherheitsprüfverfahren effektiv und robust. Doch mit der zunehmenden Fähigkeit von KI, neue Proteinvarianten – beispielsweise von Toxinen oder Virusproteinen – zu generieren, entstehen neue Herausforderungen. Die Forschung zeigte, dass KI-erzeugte Sequenzen in digitaler Form möglicherweise von herkömmlichen Sicherheits-Scanning-Tools nicht erkannt werden, obwohl ihre pathogenen Eigenschaften noch nicht bewiesen sind. Um dies zu testen, führte das Team eine sogenannte „Red-Teaming“-Übung durch, bei der KI-Modelle eingesetzt wurden, um Sequenzen zu entwerfen, die die bestehenden Sicherheitsprotokolle umgehen könnten. Die Ergebnisse waren alarmierend, aber auch konstruktiv: Sie ermöglichten die Entwicklung neuer Patches und erweiterter Screening-Strategien, die die Erkennung solcher gefährlichen Varianten verbessern. Emily M. Leproust, CEO und Mitbegründerin von Twist Bioscience, betont, dass das Unternehmen seit seiner Gründung stets strenge Bio-Sicherheitsstandards parallel zu seinen kommerziellen Produkten weiterentwickelt hat. „Aber mit der raschen Entwicklung von KI muss auch die Sicherheitssystematik mitziehen“, so Leproust. „Wir müssen uns nicht nur auf heute wirksame Methoden verlassen, sondern uns bereits heute auf morgen vorbereiten.“ Dr. Eric Horvitz, Chief Scientific Officer von Microsoft und Mitverfasser der Studie, unterstreicht die gemeinsame Verantwortung für verantwortungsvolles Innovation: „KI eröffnet neue Horizonte in der Biologie und Medizin – doch mit diesen Chancen kommt auch die Pflicht, Sicherheitsmaßnahmen kontinuierlich zu verbessern. Durch Partnerschaften wie diese können wir sicherstellen, dass die Vorteile der KI in der Biologie sicher und verantwortungsvoll genutzt werden.“ Twist positioniert sich damit als führendes Unternehmen in der Bio-Sicherheit, das sowohl technisch als auch politisch aktiv ist. Die entwickelten Strategien basieren auf einer Kombination aus menschlicher Expertise, KI-gestützten Tools und kontinuierlichem Dialog mit Industrie, Regierung und Wissenschaft. Diese Herangehensweise soll nicht nur die Forschung voranbringen, sondern auch die öffentliche Gesundheit schützen. Twist Bioscience bietet mit seiner siliconbasierten DNA-Synthesetechnologie präzise, kosteneffiziente und hochdurchsatzfähige Lösungen für Forschung in Medizin, Landwirtschaft, Chemie und Verteidigung. Das Unternehmen sieht sich als enabler für Fortschritte, die die Welt verbessern – unter der Voraussetzung, dass diese Fortschritte sicher und verantwortungsvoll erfolgen.
