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Legal-Tech-Startups bauen Wettbewerbsvorteile gegen OpenAI auf

Die Rechts-Technologie-Branche ist vorsichtig optimistisch, dass OpenAI ihre Branche nicht direkt bedrohen wird. Trotz Sorgen, dass allgemeine KI-Systeme wie ChatGPT grundlegende juristische Aufgaben übernehmen könnten, verzeichnen mehrere Startups in der Rechts-Technologie-Szene neue Finanzierungsrunden. Unternehmen wie Crosby, das Verträge mittels KI für rechtliche Teams prüft, EvenUp, das Anwälte im Bereich Schadensersatz unterstützt, und Spellbook, das Verträge direkt in Word erstellt, setzen auf eine Strategie, die OpenAI-ähnliche Systeme nicht ersetzen kann. Ihre Wettbewerbsvorteile liegen in der Spezialisierung auf enge Anwendungsfälle und tiefgehende Branchenkenntnis. Die Angst vor einem Eindringen von OpenAI in den Markt wurde zuletzt verstärkt, als das Unternehmen über interne KI-Tools berichtete – darunter ein „DocuGPT“-ähnliches System für Vertragsprüfungen und Verkaufshilfen. Obwohl diese Tools nicht öffentlich verfügbar sind, lösten sie Panik aus: DocuSign verlor innerhalb von Tagen mehr als zehn Prozent an Marktwert. Doch Experten sehen in der Spezialisierung und dem Dienstleistungsansatz eine Schutzmauer gegen einen direkten Konkurrenzdruck. Ryan Daniels, Gründer von Crosby, betont, dass sein Unternehmen nicht einfach Software verkauft, sondern juristische Arbeit selbst erledigt. Durch die Nutzung großer Sprachmodelle werden routinemäßige Master-Service-Verträge in unter einer Stunde geprüft. Weil Crosby einen menschlichen Überprüfungsprozess mit Juristen und Paralegals beibehält – und diese auch für das Training der KI benötigt – wäre ein direkter Eintritt von OpenAI mit hohem personellen und finanziellen Aufwand verbunden. „Ich glaube, jeder sollte sich Sorgen machen – aber wir arbeiten eng mit OpenAI zusammen und sehen sie als Partner, nicht als Konkurrenten“, sagt Daniels. Kurz nach der Ankündigung einer 20-Millionen-Dollar-Finanzierungsrunde durch Bain Capital Ventures und Index Ventures bestätigte er, dass die Investoren ihn selbst kontaktiert hatten. Auch andere Unternehmen zeigen Wachstum: EvenUp kassierte 150 Millionen US-Dollar in einer Series-E-Runde, Eve sammelte 103 Millionen für seine Plattform für Klägerrechtsanwälte, und Spellbook sicherte sich 50 Millionen für seine KI-gestützte Vertragsanalyse. Spellbooks Strategie: Tiefe statt Breite. Ihr Plug-in für Word wurde auf zehn Millionen Verträgen trainiert und passt sich individuellen Firmenstilen an – eine Herausforderung, die selbst erfahrene Anwälte mit selbstgebauten GPTs kaum meistern könnten. Doch die größte Bedrohung könnte nicht von OpenAI selbst kommen, sondern von den Infrastrukturanbietern, die ihre KI-Tools wie Copilot in bestehende Workflow-Systeme integrieren. Microsoft könnte damit die Wettbewerbsvorteile von Startups wie Spellbook oder Crosby untergraben. Jennifer Berrent, ehemalige WeWork-Anwältin und CEO eines Tech-Unternehmens für Fondsprüfungen, bleibt gelassen: „Es gab Zeiten, in denen Startups sagten: ‚Google könnte das bauen.‘ Ja, aber sie können nicht alles bauen.“ OpenAI müsse sich entscheiden, wo es konkurrieren will – und die Milliardeninvestitionen hängen davon ab, dass es den Rechtsmarkt nicht angriff. Die Branche setzt weiter auf Nischenkompetenz, menschliche Expertise und tiefgehende Daten, um sich gegen die Allzweck-KI zu behaupten.

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