HyperAIHyperAI

Command Palette

Search for a command to run...

Navy investiert 448 Mio. in KI-System für schnelleren Schiffbau

Die US-Marine hat einen kritischen Durchbruch in der Schiffbau-Produktion erzielt, indem sie künstliche Intelligenz (KI) erfolgreich einsetzte, um einen bisher 160 Stunden langen Planungsprozess für U-Boote auf unter zehn Minuten zu verkürzen. Dieser Erfolg bildet die Grundlage für eine massive Investition von 448 Millionen US-Dollar, mit der die Marine ihre digitale Transformation im Schiffbau beschleunigen will. Das neue System, das Shipbuilding Operating System (Ship OS), basiert auf der KI-Plattform von Palantir Foundry und wurde zunächst in Pilotprojekten bei den U-Boot-Werften General Dynamics Electric Boat in Connecticut und der Portsmouth Naval Shipyard in Maine getestet. Dort wurden nicht nur Planungszeiten für Bauprozesse drastisch reduziert, sondern auch Materialprüfungen von Wochen auf unter eine Stunde verkürzt – ein entscheidender Fortschritt bei der Beschleunigung komplexer Bauabläufe. Das Ship OS zielt darauf ab, langjährige strukturelle Probleme im amerikanischen Schiffbau zu bekämpfen: veraltete Technologien, ineffiziente Arbeitsweisen, unzureichende Kapazitäten und eine mangelnde Datenintegration. Diese Herausforderungen haben zu erheblichen Verzögerungen und Kostenüberschreitungen bei wichtigen Programmen wie dem Virginia- und dem neuen Columbia-Klasse-U-Boot geführt. Der General Accountability Office (GAO) hatte bereits mehrfach auf die mangelnde Effizienz der Werften und den Mangel an qualifizierten Fachkräften hingewiesen. Durch die Integration von KI wird nun versucht, Daten aus verschiedenen Quellen – von der Ingenieurplanung bis zur Lieferkettenüberwachung – zu zentralisieren und in Echtzeit auszuwerten, um Engpässe frühzeitig zu erkennen und Risiken zu minimieren. Die Investition von 448 Millionen Dollar soll zunächst die U-Boot-Industriebasis stärken und anschließend auf Oberflächenkriegsschiffe ausgeweitet werden. Ziel ist es, das System bei zwei großen Schiffbauern, drei staatlichen Werften und 100 Zulieferern zu implementieren. Nach Angaben von Palantir soll Ship OS nicht nur die Planung beschleunigen, sondern auch die Produktivität erhöhen, Kosten senken und die Kapazitäten der gesamten industriellen Basis ausbauen. Navy-Sekretär John Phelan betonte, dass die Investition darauf abzielt, die industrielle Fähigkeit der Marine zu modernisieren und sicherzustellen, dass die USA auch in Zukunft über eine robuste und schnelle Schiffbaukapazität verfügen. Industrieanalysten sehen in dem Projekt einen Meilenstein für die digitale Transformation der Verteidigungsindustrie. Experten begrüßen die Kombination aus KI und industrieller Datenanalyse als wegweisend für die Zukunft des Schiffbaus – nicht nur in den USA, sondern weltweit. Die erfolgreiche Umsetzung könnte auch andere nationale Verteidigungsprojekte beeinflussen und neue Standards für Effizienz und Skalierbarkeit setzen. Die Marine zeigt damit, dass digitale Innovation nicht nur eine Frage der Technologie ist, sondern entscheidend für nationale Sicherheit und strategische Stabilität im Pazifik und darüber hinaus.

Verwandte Links