HPE treibt neuen KI-fähigen Supercomputer für Umweltvorhersagen in Neuseeland an
Hewlett Packard Enterprise (HPE) hat angekündigt, dass Earth Sciences New Zealand – früher bekannt als NIWA – den HPE Cray XD2000-System zur Unterstützung seines führenden Supercomputing-Systems für fortschrittliche Wettervorhersage und Forschung ausgewählt hat. Das neue System, benannt als Cascade, ersetzt die veraltete Hochleistungsrecheninfrastruktur und bietet Forschern eine dreifach höhere Rechenleistung. Damit können mehrere künstliche Intelligenz-gestützte Simulationen gleichzeitig durchgeführt werden, was die Genauigkeit von Wettervorhersagen erheblich verbessert. Das Projekt unterstützt die Mission von Earth Sciences New Zealand, die Resilienz Neuseelands gegenüber wetter- und klimabedingten Gefahren wie Waldbränden und Überschwemmungen durch starke Niederschläge zu stärken. Das Cascade-System basiert auf AMDs 4. Generation EPYC-Prozessoren und ist eng mit HPE GreenLake für File Storage integriert. Dies schafft eine leistungsstarke, vereinfachte Speicherumgebung, die 19 Petabyte Daten verarbeiten kann und so die Forschung beschleunigt, Entscheidungsprozesse beschleunigt und eine bessere Krisenbewältigung ermöglicht. Ein zentrales Merkmal ist die direkte Flüssigkeitskühlung (DLC), die Energie- und Wasserverbrauch minimiert und die Kühlung des Rechenclusters effizient gestaltet. Das System ist zudem flexibel aufgebaut, um zukünftige Erweiterungen zu ermöglichen. Die Stromversorgung des CDC-Datenzentrums, in dem Cascade betrieben wird, erfolgt zu 100 % aus erneuerbaren Quellen. Chris Weber, Vice President und Managing Director für die Süd-Pazifik-Region bei HPE, betonte die Bedeutung der Partnerschaft: „Durch die Bereitstellung fortschrittlicher HPC- und KI-Kapazitäten ermöglichen wir den führenden Klima- und Umweltforschern Neuseelands, wissenschaftliche Entdeckungen voranzutreiben und einige der drängendsten Herausforderungen unserer Zeit zu meistern. Besonders wichtig ist dabei die maximale Energieeffizienz durch direkte Flüssigkeitskühlung und die Nutzung erneuerbarer Energien.“ Das Cascade-System ist zudem der größte HPE GreenLake für File Storage-Einsatz in der Region Asien-Pazifik, sowohl für HPC als auch für traditionelle Unternehmensanwendungen. Für Earth Sciences New Zealand repräsentiert dies eine starke Verpflichtung, das Land langfristig gegen die Folgen des Klimawandels zu schützen und die öffentliche Sicherheit für zukünftige Generationen zu gewährleisten. Basierend in Auckland ist Earth Sciences New Zealand führend in der Bereitstellung natur- und umweltwissenschaftlicher Dienstleistungen und international anerkannt für seine Spitzenforschung in Klima, Süßwasser, geologischen Ressourcen, Energiezukunft und Meereswissenschaft. Als Inselnation steht Neuseeland vor besonderen Herausforderungen durch atmosphärische Flüsse – enge Luftströmungen, die große Mengen Feuchtigkeit transportieren und zu extremen Niederschlägen führen können. Daher ist die Wettervorhersage für die nationale Klimaresilienz von entscheidender Bedeutung. Dr. Jess Robertson, Chief Scientist – Advanced Technology bei Earth Sciences New Zealand, erklärte: „Dieser Upgrade mit dem HPE Cray XD2000 ist ein entscheidender Sprung vorwärts in unserer Fähigkeit, die Umwelt besser zu verstehen und vorherzusagen. Mit modernen Technologielösungen erhalten wir die Werkzeuge, um klügere und sicherere Entscheidungen mit Vertrauen für Neuseeland in einer sich verändernden Klimawelt zu treffen.“ Neben der Wettervorhersage unterstützt Earth Sciences New Zealand auch die Entwicklung einer kohlenstoffarmen Wirtschaft und den Schutz der Biodiversität, verbessert die Wasserqualität und fördert soziale Gerechtigkeit sowie regionale Entwicklung. Die Zusammenarbeit mit HPE ermöglicht eine bisher ungeahnte Leistungsfähigkeit bei Datenverarbeitung und Vorhersage, unterstützt durch HPEs Expertise in Design und Kühltechnologie. Mit realzeitbasierter Datenanalyse wird zudem die sogenannte Nowcasting-Technik genutzt – eine AI-gestützte Vorhersage kurzfristiger, lokal begrenzter Wetterereignisse – die sowohl die Integration von Solar- und Windenergie in Energiemärkte mit hoher Frequenz als auch die Krisenreaktion auf Brände und extreme Wetterbedingungen verbessert.
