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Amazon kürzt erneut 16.000 Stellen im Zuge der Umstrukturierung

Amazon hat erneut eine massive Umstrukturierung angekündigt und 16.000 Stellen abgebaut, was die zweite Runde umfassender Entlassungen seit Oktober 2023 darstellt. Die Ankündigung erfolgte durch Beth Galetti, Senior Vice President für People Experience and Technology, in einem internen Memo, das auf dem Amazon-Blog veröffentlicht wurde. Galetti erklärte die Maßnahme als Teil eines kontinuierlichen Prozesses, um die Unternehmensstruktur zu vereinfachen, hierarchische Schichten abzubauen und bürokratische Prozesse zu reduzieren. Obwohl bereits im Oktober 14.000 Stellen im Bereich der Unternehmensführung abgebaut wurden, seien einige Teams erst jetzt mit der Neuausrichtung ihrer Organisation fertig geworden. Amazon werde den betroffenen Mitarbeitern in den USA 90 Tage Zeit geben, eine interne Stelle zu finden. Wer sich nicht innerhalb des Unternehmens neu positionieren könne oder dies nicht wolle, erhalte Unterstützung durch Abfindungen und weiterhin Gesundheitsleistungen. Die Entlassungen spiegeln Amazons Bemühungen wider, effizienter zu operieren, insbesondere im Zuge der raschen Entwicklung künstlicher Intelligenz. Zwar hatte das Unternehmen die ersten Kürzungen ursprünglich mit der Einführung von KI-Technologien in Verbindung gebracht, doch CEO Andy Jassy betonte später, dass die Entlassungen vor allem auf kulturelle und organisatorische Faktoren zurückgingen, nicht primär auf Automatisierung oder Kostensenkung. Einige Mitarbeiter erhielten bereits Anfang der Woche unerwartet Kalendereinladungen zu Kündigungsveranstaltungen, was auf eine frühzeitige Planung hindeutet. Parallel dazu kündigte Amazon die Schließung seiner Amazon Go- und Amazon Fresh-Stores an, da diese nicht die gewünschte, einzigartige Kundenerfahrung mit einem tragfähigen Wirtschaftsmodell erzeugen konnten. Mit über 1,5 Millionen Mitarbeitern weltweit ist die Zahl der betroffenen Corporate-Positionen mit etwa 350.000 relativ gering, doch die Kürzungen wirken sich stark auf die Unternehmenskultur aus. In den letzten Jahren hat Amazon Managementebenen abgebaut, Ausgaben geschrumpft, Leistungssysteme überarbeitet und die Rückkehr ins Büro auf fünf Tage pro Woche verpflichtet. Galetti bestätigte, dass die Kürzungen nicht als neuer, regelmäßiger Zyklus angelegt seien, betonte aber, dass alle Teams weiterhin ihre Eigenverantwortung, Geschwindigkeit und Innovationskraft prüfen und bei Bedarf anpassen würden. Der Kulturwandel beschleunigte sich nach der Pandemie, als das explosive Wachstum abflaute. Die Führung setzte darauf, unprofitable Projekte zu beenden und eine angeblich zu große Belegschaft zu verkleinern. Jassy hatte im vergangenen Jahr erklärt, dass KI-Initiativen langfristig zur Reduktion der Personalstärke beitragen würden. Amazons Vorgehen ist Teil eines breiteren Trends in der Tech-Branche: Microsoft kürzte vor einem Jahr etwa 15.000 Stellen, CEO Satya Nadella begründete dies mit der Notwendigkeit, sich auf die KI-Transformation zu konzentrieren. Meta hat bereits im Vorjahr Teile seines Risikomanagement-Teams durch Automatisierung ersetzt. Die Branche steht vor einer tiefgreifenden Transformation, bei der Effizienz, KI-Integration und Kostendruck zunehmend dominieren. Die Maßnahmen zeigen, dass Big Tech trotz massiver Investitionen in KI weiterhin strukturelle Anpassungen vornehmen muss – mit menschlichen Kosten, aber auch mit dem Ziel, langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

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