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Nvidia RTX 6000D bleibt trotz Verbots leistungsstark

Nvidia hat mit der RTX Pro 6000D eine China-spezifische Variante der High-End-GPU vorgestellt, die nach den US-Exportbeschränkungen für KI-Chips für den chinesischen Markt angepasst wurde. Trotz eines Verbots durch die Cyberspace Administration of China, das die Nutzung ausländischer KI-Acceleratoren einschränkt und heimische Alternativen fördert, ist die Karte inzwischen in Benchmarks aufgetaucht – und überrascht mit einem OpenCL-Score von 390.656 in Geekbench 6.5. Dieser liegt knapp über dem der RTX 5090D V2 (386.710) und knapp unter der leistungsstärkeren RTX Pro 6000 (410.605). Die RTX 6000D verfügt über 84 GB GDDR7-Speicher über eine 448-Bit-Schnittstelle und 19.968 CUDA-Kerne auf 156 SMs, gegenüber 96 GB und 24.064 Kernen bei der Server-Version der RTX Pro 6000. Die Leistungsunterschiede sind also signifikant, doch im OpenCL-Test, der vor allem Shader- und allgemeine Compute-Arbeit belastet, schlägt sich die D-Variante erstaunlich gut. Doch der Erfolg bleibt rein theoretisch. Die US-Exportregeln zwingen Nvidia, die D-Serie speziell für den chinesischen Markt zu „entwaffnen“ – was vor allem die KI-Performance reduziert, während allgemeine Compute-Leistung wie im OpenCL-Test relativ gut erhalten bleibt. Die Benchmark-Zahlen zeigen, dass die RTX 6000D zwar technisch beachtlich ist, aber in der Praxis durch politische und wirtschaftliche Faktoren blockiert wurde. Die chinesische Regierung verbot die Karte kurz nach ihrem Launch und setzt stattdessen auf heimische Anbieter wie Huawei (Ascend), Biren, Cambricon und Moore Threads, die nun den Markt dominieren. Zudem fehlte ein geeigneter Markteintritt – keine offizielle Verkaufskampagne, keine Unterstützung durch lokale Partner. Die RTX 6000D bleibt somit ein Beispiel für eine technisch beeindruckende, aber politisch verhinderte Innovation. Ihre Leistung im OpenCL-Test unterstreicht, dass Nvidia auch bei stark reduzierten Spezifikationen noch hohe Effizienz erreichen kann – doch die Realität im chinesischen Markt ist entscheidend. Für Kunden war die Karte nie wirklich zugänglich, und selbst bei günstigem Preis wäre sie kaum wettbewerbsfähig gewesen. In der Geschichte der GPU-Entwicklung wird die RTX 6000D wohl als ein „was-wäre-wenn“-Fall gelten: ein leistungsstarkes Gerät, das an der falschen Stelle, zur falschen Zeit und unter den falschen Bedingungen erschien. Industrieanalysten betonen, dass die D-Serie zwar technisch ein Meilenstein in der Anpassung an Exportregeln ist, aber in der Praxis an der Dominanz der heimischen Chiphersteller scheitern wird. Nvidia bleibt weiterhin auf die Entwicklung von kompatiblen, aber nicht-kritischen Chips angewiesen – doch der chinesische Markt wird zunehmend selbstständig. Die RTX 6000D ist weniger ein Produkt als ein Symbol für die zunehmende Technologie-Spaltung zwischen Westen und China.

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