Trener Robotics sichert 32 Mio. USD Series A für künstliche Intelligenz in der Industrieautomation
Trener Robotics, ein norwegisches Technologieunternehmen mit Sitz in Trondheim und San Francisco, hat eine Series-A-Finanzierung in Höhe von 32 Millionen US-Dollar abgeschlossen, um die Entwicklung vortrainierter Fähigkeiten für industrielle Roboter zu beschleunigen. Die Finanzierung wird dazu genutzt, eine grundlegende „Physical Intelligence“-Schicht zu schaffen, die die Software-gesteuerte Steuerung von Robotern in Produktionsumgebungen revolutionieren soll. Mit dem Fokus auf künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen will Trener Robotics die Komplexität der Robotikprogrammierung reduzieren und gleichzeitig die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit industrieller Automatisierungssysteme erhöhen. Bisherige industrielle Roboter sind oft auf spezifische Aufgaben programmiert und erfordern aufwendige manuelle Einstellungen, wenn sich die Produktionsanforderungen ändern. Trener Robotics adressiert dieses Problem, indem es eine Plattform entwickelt, die vorab trainierte Bewegungs- und Interaktionsmuster („Skills“) bereitstellt – ähnlich wie ein Betriebssystem für Roboter. Diese Fähigkeiten können schnell und einfach über Software konfiguriert und in unterschiedlichen Umgebungen eingesetzt werden, ohne dass tiefgehendes Robotik- oder Programmierwissen erforderlich ist. Dadurch wird die Implementierung von Automatisierung schneller, kostengünstiger und zugänglicher für Unternehmen aller Größen. Die Serie-A-Runde wurde von führenden Investoren wie Northzone, EQT Ventures und dem norwegischen Fonds Nysnø Capital unterstützt. Die Mittel sollen vor allem für Forschung und Entwicklung, die Erweiterung des Teams und die Skalierung der Plattform genutzt werden. Besonders hervorgehoben wird die enge Zusammenarbeit mit Industriepartnern, die bereits in Pilotprojekten mit der Technologie arbeiten, um Anwendungen in Bereichen wie Fertigung, Logistik und Materialhandhabung zu testen. Die technologische Grundlage von Trener Robotics basiert auf einer Kombination aus KI-Modellen, Simulationstechnologie und Echtzeit-Feedback-Systemen, die es Robotern ermöglichen, sich dynamisch an neue Aufgaben anzupassen. Die Plattform nutzt dabei sowohl sensorbasierte Eingaben als auch digitale Zwillinge, um Bewegungsabläufe zu optimieren und Fehler zu minimieren. Dieser Ansatz stellt einen Paradigmenwechsel gegenüber herkömmlichen, statischen Automatisierungslösungen dar. Industrieexperten sehen in der Entwicklung von Trener Robotics eine wichtige Innovation für die Zukunft der industriellen Produktion. „Die Einführung einer standardisierten, softwaredefinierten Plattform für Roboter ist ein entscheidender Schritt hin zu einer intelligenten, flexiblen und skalierbaren Automatisierung“, sagt ein Analyst aus dem Bereich Industrie 4.0. „Trener Robotics könnte die Branche dahin bringen, dass Roboter nicht mehr nur für festgelegte Aufgaben eingesetzt werden, sondern als adaptive, lernfähige Systeme in dynamischen Produktionsumgebungen agieren.“ Trener Robotics, ursprünglich als T-Robotics gegründet, positioniert sich als Pionier im Bereich der „Physical Intelligence“ – einer neuen Kategorie von KI, die sich nicht nur auf Datenanalyse, sondern auf physische Interaktionen in der realen Welt konzentriert. Mit der neuen Finanzierung ist das Unternehmen gut aufgestellt, um seine Technologie in den globalen Markt einzuführen und die nächste Generation industrieller Automatisierung mitzuprägen.
