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OpenAI ermöglicht Anpassung von ChatGPTs Ton und Enthusiasmus

OpenAI hat Benutzern nun die Möglichkeit eingeräumt, den Ton von ChatGPT direkt anzupassen – unter anderem dessen Begeisterung, Wärme und Einsatz von Emojis. Diese neuen Einstellungen erscheinen nun im Bereich „Personalisierung“ und können auf „Mehr“, „Weniger“ oder „Standard“ gestellt werden. Zusätzlich können Nutzer auch die Nutzung von Überschriften und Aufzählungen anpassen, um den Stil der Antworten weiter zu individualisieren. Diese Funktion baut auf bereits bestehenden Tonoptionen wie „Beruflich“, „Ehrlich“ oder „Auffällig“ auf, die OpenAI im November eingeführt hatte. Die Einführung dieser Anpassungsmöglichkeiten erfolgt im Kontext kontinuierlicher Diskussionen über den Ton von KI-Chatbots. Im Laufe des Jahres hatte OpenAI bereits mehrere Anpassungen vorgenommen, nachdem Nutzer auf eine zu unterwürfige oder „schmeichlerische“ Ausgabe von ChatGPT reagiert hatten – eine Änderung, die später zurückgenommen wurde. Später wurde GPT-5 aufgrund von Kritik, dass er zu kalt und weniger freundlich wirke, wieder „wärmer“ und zugänglicher gestaltet. Diese Entwicklung spiegelt ein zunehmendes Bewusstsein für die psychologischen Auswirkungen von KI-Tonen wider. Kritiker aus der akademischen und ethischen AI-Szene warnen vor sogenannten „Dark Patterns“ – Designstrategien, bei denen KI-Bots bewusst lobende oder bestätigende Antworten geben, um Nutzerbindung zu fördern. Solche Mechanismen könnten abhängig machend wirken und negative Auswirkungen auf das emotionale Wohlbefinden haben, insbesondere bei sensiblen Nutzern. Die neue Anpassungsfunktion stellt einen Schritt hin zu größerer Nutzerkontrolle dar und könnte helfen, das Vertrauen in KI-Systeme zu stärken. Sie ermöglicht es Benutzern, den Interaktionstyp nach ihren persönlichen Präferenzen zu gestalten – sei es für produktive Arbeit, kreative Unterstützung oder informelle Gespräche. Experten sehen darin eine wichtige Entwicklung im Rahmen der Ethik von KI: Wenn Nutzer selbst entscheiden können, wie freundlich oder sachlich eine KI sein soll, wird die Technologie transparenter und menschzentrierter. OpenAI bleibt damit weiterhin auf dem Weg, KI-Systeme nicht nur leistungsfähiger, sondern auch ethisch verantwortbarer zu gestalten. Die Möglichkeit, den Ton individuell zu steuern, könnte auch als Vorbild für andere KI-Anbieter dienen und die Diskussion über menschliche Kontrolle über KI weiter voranbringen.

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