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Goldman-Interns: AI, Kaufkraft und Zukunftsträume im Fokus

Die jährliche Sommeranalysten-Umfrage von Goldman Sachs, an der rund 2.100 Praktikanten und Assoziierte teilnahmen, bietet einen tiefen Einblick in die Werte, Erwartungen und Lebensgewohnheiten der nächsten Generation von Wall-Street-Führungskräften – vor allem der Generation Z. Die Befragung, die zum zehnten Mal durchgeführt wurde, offenbart ein Spannungsfeld zwischen digitaler Integration und Sehnsucht nach menschlicher Nähe. Fast alle (97 %) nutzen KI in ihrem privaten Leben – vor allem zur Texterstellung, Faktenrecherche und Beratung – doch gleichzeitig zeigen 98 % Bedenken hinsichtlich der Regulierung. Besonders beunruhigt sind sie vor allem durch Datenschutz (54 % zögern bei sensiblen Daten) und die Rolle von KI in kreativen Bereichen: Mehr als die Hälfte lehnt eine Beteiligung von KI an Kunst, Musik oder Literatur ab. Trotz der technologischen Allgegenwart glauben 77 %, dass KI Suchmaschinen eines Tages ersetzen wird. Die wichtigste Zukunftsfähigkeit? Effektives Prompting – 69 % nannten dies die entscheidende Kompetenz. Im Bereich des Konsumverhaltens zeigt sich eine unerwartete Zurückhaltung gegenüber Konsumentenfinanzierung: 98 % bevorzugen vollständige Zahlungen gegenüber „Buy-now-pay-later“-Modellen. Digitale Zahlungsmethoden dominieren: 57 % nutzen digitale Wallets – ein Anstieg von 44 % im Jahr 2023. Cash wird nur von 2 % verwendet. Obwohl Online-Shopping weit verbreitet ist, ziehen 59 % den Einkauf vor Ort vor. Hauptausgabenbereiche sind Nahrung (37 %) und Wellness (15 %). Im persönlichen Leben legen die Praktikanten Wert auf Beziehungen: 74 % nutzen Funktionen wie „Nicht-stören“-Modus, um den Bildschirm zu reduzieren. Freizeitaktivitäten drehen sich um Familie und Freunde, Sport und körperliche Aktivität. Literarisch zeigen sie eine Mischung aus Klassikern wie „1984“ oder „Der große Gatsby“ und typischen Banker-Büchern wie „Rich Dad Poor Dad“ oder „Die Psychologie des Geldes“. Beruflich erwarten 84 % eine formale Mentor-Beziehung, und 52 % planen, ihren ersten Job zwei bis fünf Jahre zu halten. In Bezug auf Kommunikation bevorzugen 47 % persönliche Gespräche gegenüber Teams-Nachrichten (35 %). Die Rückkehr zum Büro ist klar: Die Präferenz für face-to-face-Interaktionen wächst. Was die Zukunft betrifft, zeichnet sich ein starkes Engagement für Lebensplanung ab: 97 % wollen ein Eigenheim besitzen (von 85 % im Vorjahr), 96 % erwarten eine Ehe oder dauerhafte Beziehung, und mehr als die Hälfte will ihren Partner in der realen Welt treffen. Der größte Anstieg: 87 % planen, Kinder zu bekommen – gegenüber nur 61 % im Vorjahr. Dies spiegelt eine tiefere Verwurzelung in traditionellen Lebensmodellen wider, trotz digitaler Präsenz. Experten sehen in den Ergebnissen eine Generation, die technologisch versiert, aber emotional und sozial orientiert ist. „Sie sind nicht nur digital native, sondern suchen nach Balance“, sagt ein HR-Experte. „Goldman Sachs zeigt mit dieser Umfrage, dass die Zukunft der Finanzwelt nicht nur von Algorithmen, sondern auch von menschlichen Werten geprägt sein wird.“ Die Bank positioniert sich damit nicht nur als Arbeitgeber, sondern als Spiegelbild der neuen Arbeitskultur – zwischen Innovation und Intimität.

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