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AI-rekrutierung verändert Jobsuche für Bewerber und Arbeitgeber

Die Rekrutierung durch Künstliche Intelligenz verändert nach Angaben von James Whitemore, Chief Marketing Officer von Indeed, grundlegend die Suche nach Jobs und Bewerbern. Obwohl die Stellenangebote in den USA 2025 zurückgingen, blieb die Suche nach qualifizierten Kandidaten für Arbeitgeber weiterhin schwierig – ein Trend, der die Entwicklung neuer AI-gestützter Tools bei Indeed vorantrieb. Im September 2025 stellte das Unternehmen zwei zentrale Lösungen vor: Career Scout für Bewerber und Talent Scout für Arbeitgeber, sowie im Januar 2026 die API-Integration Indeed Connect. Diese Tools ermöglichen es Unternehmen, nicht mehr auf komplexe Suchstrings zu setzen, sondern stattdessen natürliche Sprache zu verwenden, um Fähigkeiten, Persönlichkeitsmerkmale und Bildungshintergründe zu beschreiben. Ein entscheidender Erfolgsfaktor für die AI-Plattformen ist die kontinuierliche Rückmeldung über den Bewerbungsprozess – warum bestimmte Kandidaten weitergeleitet oder abgelehnt wurden. Diese „Disposition“ wird genutzt, um die KI ständig zu trainieren. Indeed Connect automatisiert diesen Prozess, indem es eine API-zu-API-Verbindung zwischen Indeed und den HR-Systemen von Unternehmen herstellt. So können Arbeitgeber ihre Quellen – eigene Kandidatendatenbanken, Drittanbieter und Indeed – einheitlich mit denselben Such- und Filterwerkzeugen bearbeiten. Für Bewerber bedeutet dies, dass sie sich nicht nur durch ein aktuelles Lebenslaufprofil, sondern durch eine umfassende, lebendige Profilbeschreibung hervorheben müssen. Whitemore betont, dass Unternehmen heute nicht nur fachliche Qualifikationen, sondern auch weiche Fähigkeiten wie Anpassungsfähigkeit, Neugier und proaktives Denken suchen. Deshalb ist es entscheidend, im „About Me“-Bereich zu erzählen, was einen motiviert und auszeichnet – eine Persönlichkeit, die über den reinen Lebenslauf hinausgeht. Zudem rät Whitemore Bewerbern, gezielt auf passende Positionen zu fokussieren und nicht massenhaft Bewerbungen zu verschicken. Der klassische Ansatz, erst bei Bedarf zu suchen, sei überholt. Stattdessen sollte man ständig offen für neue Möglichkeiten sein – „passiv offen“ bleiben. Indeed verlagert sich von einer Such- zu einer Match-Logik: Bewerber präsentieren ihre Fähigkeiten und Ambitionen, und Arbeitgeber finden sie, wenn sie genau solche Profile benötigen. Im Marketing nutzt Indeed seine umfangreichen First-Party-Daten – inklusive Berufsgeschichte, Bildung, Gehälter – zur präzisen Segmentierung von Zielgruppen. Durch Vergleich mit Drittdaten und KI-gestützte Medienplanung können Inhalte gezielt an die richtigen Kanäle (Digital, TV, Print) ausgerichtet werden. Besonders beeindruckend: Die Nutzung synthetischer Testgruppen, die genauso präzise wie reale Tests sind, ermöglicht es, Kampagnen effizienter zu testen und personalisierte Inhalte in großem Stil zu generieren. Um die Vielzahl an AI-Tools und Anbietern zu managen, suchte Indeed kürzlich nach einem Senior Director of Marketing Transformation – nicht als „Head of AI“, sondern als Prozess- und Workflow-Experte, der die Integration von Technologie, Kultur und Zusammenarbeit in der Organisation vorantreibt. In der Branche wird die Strategie von Indeed als wegweisend angesehen. Die Kombination aus tiefgehender Datenanalyse, konsistenter KI-Integration und einem Bewerber-zentrierten Ansatz könnte die Rekrutierung in der Zukunft neu definieren. Indeed, mit über 200 Millionen monatlichen Besuchern, positioniert sich als Schlüsselakteur in der digitalen Arbeitswelt. Die Fokussierung auf Prozessinnovation statt reiner Technologie-Adoption unterstreicht, dass der Erfolg von KI im Unternehmen weniger von Tools als von organisatorischer Reife abhängt.

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