HyperAIHyperAI

Command Palette

Search for a command to run...

80 europäische Deep-Tech-Gründer erreichten 2025 Milliardenwert oder 100 Mio. Umsatz

Fast auf 80 europäische Deep-Tech-Startups, die aus Universitäten und Forschungslaboren hervorgegangen sind, erreichten 2025 entweder eine Bewertung von einer Milliarde Dollar oder Umsätze von 100 Millionen Dollar – ein klares Zeichen für die wachsende Bedeutung akademischer Spinouts im europäischen Innovationsökosystem. Laut dem European Spinout Report 2025 von Dealroom hat sich der Gesamtwert dieser Startups auf 398 Milliarden Dollar erhöht, während Venture-Capital-Investitionen in diese Sektoren auf ein nahezu Rekordhoch von 9,1 Milliarden Dollar zusteuern. Dies steht im Gegensatz zum allgemeinen Rückgang der VC-Finanzierung in Europa, die seit ihrem Höhepunkt 2021 um fast 50 Prozent gesunken ist. Besonders auffällig sind die Exit-Erfolge: Sechs Spinouts aus der Schweiz, Großbritannien und Deutschland erzielten 2025 Auszahlungen von über einer Milliarde Dollar, darunter Oxford Ionics, das an den US-amerikanischen Quantencomputer-Hersteller IonQ verkauft wurde. Bekannte Unternehmen wie Iceye, IQM, Isar Aerospace, Synthesia und Tekever haben sich als Unicorns etabliert und ziehen nun weitere Investitionen an. Neue Fonds wie PSV Hafnium aus Dänemark und U2V (University2Ventures) aus Deutschland verstärken diese Entwicklung. PSV Hafnium schloss seinen ersten Fonds mit 60 Millionen Euro (ca. 71 Millionen Dollar) überzeichnet ab und konzentriert sich auf tiefgreifende Technologien im nordischen Raum. U2V, mit Büros in Berlin, London und Aachen, strebt ebenfalls eine erste Fondsauflage von 60 Millionen Euro an. Beide sind Teil einer wachsenden Gruppe von Venture-Fonds, die akademische Spinouts als zentrales Investitionsthema sehen – ein Trend, der von etablierten Akteuren wie Cambridge Innovation Capital und Oxford Science Enterprises vorangetrieben wurde. Mittlerweile haben auch unabhängige Fonds erkannt, dass Spinouts hohe Renditen versprechen, besonders in Bereichen wie Kernenergie (Proxima Fusion) oder dual-use-Drohnen (Quantum Systems, über 3 Milliarden Dollar bewertet). Ein entscheidender Faktor für den Erfolg sind langjährige Forschungsbeziehungen zu Speziallaboren, was eine breite geografische Verteilung von Spinout-Hubs ermöglicht – von Cambridge und Oxford über ETH Zürich bis hin zu kleineren Universitäten in Finnland und Dänemark. So unterstützte PSV Hafnium, ein Spinout der Technischen Universität Dänemark (DTU), den finnischen Startup SisuSemi, der sich auf Oberflächenreinigungstechnologien für die Halbleiterindustrie stützt. Neben Kapital fließen auch Fördermittel, kommerzielle Unterstützung und verbesserte Vertragsbedingungen, was die Attraktivität für Forscher und Gründer weiter steigert. Trotz des Fortschritts bleibt ein zentrales Problem bestehen: der Mangel an Wachstumskapital. Fast die Hälfte der Spätphasenfinanzierung für europäische Deep-Tech- und Life-Sciences-Spinouts stammt aus dem Ausland, hauptsächlich aus den USA. Obwohl dieser Anteil langsam sinkt, bleibt die Abhängigkeit von ausländischen Investoren ein Hindernis für die volle Realisierung des europäischen Innovationspotenzials. Ohne eine stärkere lokale Wachstumsschubkraft wird Europa weiterhin von den Erträgen seiner Forschung profitieren, aber nicht alle Vorteile behalten. Industrieexperten sehen in der Entwicklung eine positive Trendwende: „Die europäische Akademie ist eine der stärksten Quellen für technologische Innovation – jetzt wird sie endlich auch wirtschaftlich genutzt“, sagt ein Venture-Partner aus Berlin. Die Kombination aus akademischer Exzellenz, wachsendem Kapital und gezielter Fondsstrategie macht 2025 zu einem Meilenstein für die europäische Deep-Tech-Ökonomie.

Verwandte Links

80 europäische Deep-Tech-Gründer erreichten 2025 Milliardenwert oder 100 Mio. Umsatz | Aktuelle Beiträge | HyperAI