Ungewöhnliche Smartphones bei CES 2026: Von Tastatur-Phones bis faltbaren Tablets
Im Januar 2026 bot sich das CES als Schauplatz für eine überraschende Abweichung von der Standardform der Smartphones: Während die Hauptbühne von Robotern mit Waschmaschinen und üblichen Flaggschiff-Modellen dominiert wurde, entdeckte man im Hintergrund einige außergewöhnliche Geräte, die die Vorstellung von Mobiltelefonen neu definieren könnten. Eines der auffälligsten Exponate war der Communicator von Clicks, ein physisch tief in der BlackBerry-Tradition verwurzelter Prototyp mit voller Tastatur und einem kurvenförmigen Design. Obwohl die Geräte noch nicht funktionsfähig waren, fühlten sich die Tasten solide an, und die austauschbaren Rückseiten – darunter ein optisch auffälliger gelber Tennisball-Design – boten eine individuelle Note. Der Communicator soll kein Ersatz für das Hauptgerät sein, sondern ein Hilfsmittel für intensive Textarbeit, etwa auf Messen oder in Meetings. Doch überraschenderweise zeigte sich ein erhebliches Interesse an ihm als primärem Smartphone – ein Zeichen dafür, dass ein Segment der Nutzer nach funktionaleren, weniger ablenkenden Geräten sucht. Ein weiterer Highlight war das MindOne Pro von Ikko, ein kleiner, quadratischer Android-Phone mit 4-Zoll-Bildschirm und einer nach oben kippbaren 50-MP-Hauptkamera, die gleichzeitig als Standfuß dient. Obwohl das Unternehmen ursprünglich Earbuds herstellte und noch wenig Bekanntheit genießt, überzeugt das Gerät durch seine kompakte Größe – es fühlte sich fast federleicht an im Vergleich zum Pixel 10 Pro Fold. Besonders bemerkenswert ist die Option, das Gerät ohne das proprietäre AI-OS zu bestellen und stattdessen nur mit Android zu erhalten, was für Nutzer, die Wert auf Transparenz und langfristige Updates legen, attraktiv ist. Die integrierte AI-Plattform bietet zudem kostenlosen globalen Datenzugang, was die Nutzung außerhalb des Heimnetzwerks erleichtert. Zum Schluss der Entdeckungen stand der TriFold, ein faltbares Gerät mit 10-Zoll-Display, das sich zu einem Tablet oder sogar einem Mini-Notebook ausweiten lässt. Obwohl er nicht auf der Hauptfläche präsentiert wurde, beeindruckte er durch seine Flexibilität: In DeX-Standalone-Modus ließen sich mehrere Fenster gleichzeitig anordnen, und die horizontale Nutzung des Bildschirms war überraschend flüssig. Für Nutzer, die ihre Laptop-Abhängigkeit reduzieren möchten, könnte das TriFold eine echte Alternative darstellen. Diese drei Geräte zeigen, dass die Branche langsam beginnt, über die rechteckige Glasschale hinauszugehen. Sie adressieren spezifische Bedürfnisse: Tastatur-orientierte Arbeit, kompakte Größe und Multifunktionalität. Obwohl die meisten Nutzer mit den etablierten Modellen zufrieden sind, gibt es eine wachsende Gruppe, die nach Geräten sucht, die weniger störend, aber leistungsfähiger sind. Die Innovationen auf dem CES 2026 sind kein Trend, sondern ein Hinweis auf eine diversifiziertere Zukunft – eine, in der der Smartphone-Formfaktor endlich wieder kreativ wird. Innere Bewertung: Branchenexperten sehen in diesen Geräten nicht nur Nischenprodukte, sondern Anzeichen für eine notwendige Diversifizierung. Clicks, obwohl bekannt für Zubehör, zeigt mutige Schritte in Hardware. Ikko bleibt vorsichtig zu bewerten, aber die Open-OS-Option ist ein Plus. TriFold hingegen demonstriert, dass faltbare Technologien reif für Alltagseinsatz sind. Die Zukunft der Telekommunikation könnte weniger einheitlich, aber vielfältiger werden.
