NVIDIA und OpenAI kooperieren bei Großprojekt mit 10 GW und Milliardeninvestition
NVIDIA und OpenAI haben eine strategische Partnerschaft vereinbart, die eine Investition von bis zu 100 Milliarden US-Dollar durch NVIDIA in OpenAI umfasst. Ziel ist die Errichtung von mindestens 10 Gigawatt an Rechenleistung für die nächste Generation von KI-Infrastruktur, um fortschrittliche Modelle wie GPT-5 zu trainieren und zu betreiben. Die erste Phase soll ab dem zweiten Halbjahr 2026 mit der NVIDIA Vera-Rubin-Plattform starten, die eine neue CPU- und Netzwerkarchitektur bietet. Jensen Huang, CEO von NVIDIA, betonte, dass die Zusammenarbeit seit dem ersten DGX-Supercomputer ein Jahrzehnt lang gegenseitig vorangetrieben wurde – von den Anfängen der KI bis hin zu breakthroughs wie ChatGPT. „Dieser Investitions- und Infrastrukturvertrag markiert den nächsten Sprung vorwärts – die Bereitstellung von 10 Gigawatt, um die nächste Ära der Intelligenz zu ermöglichen“, sagte er. Sam Altman, CEO von OpenAI, betonte, dass Rechenleistung der Fundament für die Wirtschaft der Zukunft sei: „Wir werden mit NVIDIA die nächsten KI-Durchbrüche schaffen und diese Technologie skalierbar für Menschen und Unternehmen nutzen.“ Die Partnerschaft festigt NVIDIA als bevorzugten strategischen Partner für die Recheninfrastruktur von OpenAI. Gemeinsam werden die Roadmaps für Software und Hardware weiterentwickelt, um Modelle und Infrastruktur optimal aufeinander abzustimmen. Dies ergänzt bestehende Kooperationen mit Microsoft, Oracle, SoftBank und Stargate. Die Investition spiegelt die wachsende Bedeutung von Rechenleistung in der KI-Entwicklung wider. 10 Gigawatt entsprechen etwa 4 bis 5 Millionen GPUs – eine Menge, die NVIDIA in diesem Jahr insgesamt ausliefern wird. Die Nachricht führte zu einem Anstieg des NVIDIA-Aktienkurses um 4 Prozent. Parallel dazu wird in der KI-Entwicklung ein neuer Ansatz wie Agentic RAG (Retrieval-Augmented Generation) populär. Während herkömmliche RAG-Systeme externe Informationen zur Textgenerierung nutzen, ermöglicht Agentic RAG autonome Entscheidungsfindung durch Integration von KI-Agenten mit Werkzeugen. Diese Agenten können dynamisch entscheiden, wann und wie Informationen abgerufen werden, was komplexe Aufgaben wie Recherche, Datenqualitätskontrolle und Quellenwahl ermöglicht. Die NVIDIA DevX-Lernplattform bietet einen selbstgesteuerten Workshop, der die Entwicklung eines solchen RAG-Agenten mit der NVIDIA Nemotron-Plattform zeigt. Der Prozess umfasst die Einrichtung einer Wissensdatenbank, Textsplitting, Embedding-Generierung mit dem NeMo Retriever-Modell, Speicherung in einer FAISS-Vektor-Datenbank sowie die Integration eines Reranker-Modells zur Priorisierung relevanter Dokumente. Mittels der ReAct-Architektur wird ein Agent konfiguriert, der zwischen direkter Antwort und Informationsabruf entscheidet. Der Workshop führt Schritt für Schritt durch die Implementierung, einschließlich der Migration auf lokale NVIDIA NIM-Mikroservices für eine produktionsreife Umgebung. Entwickler lernen, wie man mit LangChain, LangGraph und NVIDIA NIM effiziente, dynamische KI-Agenten erstellt. Die Fähigkeit, Agenten zu debuggen und deren Ablauf zu verfolgen, wird durch Integration mit LangSmith unterstützt. Insgesamt spiegelt die NVIDIA-OpenAI-Partnerschaft die rasante Entwicklung der KI-Infrastruktur wider, die von Big Tech und führenden Unternehmen weltweit vorangetrieben wird. Gleichzeitig erzeugt der Bau riesiger Rechenzentren, oft mit Energiequellen wie Atomkraft, Kontroversen in lokalen Gemeinden und Belastungen für die Stromnetze. Doch die Risiken des langsamen Fortschritts werden von vielen CEOs wie Mark Zuckerberg als größer eingestuft als die Gefahr eines übermäßigen Ausgaben. Die KI-Revolution ist längst nicht mehr nur eine technologische, sondern eine wirtschaftliche und gesellschaftliche Herausforderung.
