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Künstliche Intelligenz könnte Stigmatisierung bei psychischer Gesundheit verringern

Eine neue Studie der Edith Cowan University (ECU) weist darauf hin, dass künstliche Intelligenz (KI)-Chatbots wie ChatGPT dazu beitragen könnten, das Stigma rund um psychische Gesundheit zu verringern – insbesondere für Menschen, die zögern, traditionelle, persönliche Beratung in Anspruch zu nehmen. Die Forschung zeigt, dass Nutzer, die mit KI-Chatbots interagierten, sich in Bezug auf psychische Gesundheit offener und weniger verurteilend verhielten. Besonders auffällig war, dass die anonyme und stets verfügbare Natur der Chatbots ein Gefühl von Sicherheit und Kontrolle vermittelte, was die Bereitschaft zur Selbstreflexion und zum Austausch über emotionale oder psychische Belastungen förderte. Die Studie untersuchte die Reaktionen von über 300 Teilnehmern, die entweder mit einem KI-Chatbot oder in einer traditionellen Gesprächsform mit einem Therapeuten über Themen wie Angst, Depression und Stress sprachen. Die Ergebnisse zeigten, dass die Teilnehmer, die mit dem KI-Chatbot kommunizierten, signifikant weniger Angst vor dem Urteil anderer äußerten und eher bereit waren, ihre Gefühle zu benennen. Zudem berichteten sie von einer höheren Zufriedenheit mit der Interaktion, da die KI-Unterhaltung ohne Werturteile, Druck oder soziale Angst stattfand. Ein zentrales Argument der Forschung ist, dass KI-Chatbots eine barrierefreie, kostengünstige und skaliert einsetzbare Alternative darstellen, besonders in Regionen mit unzureichendem Zugang zu psychologischer Versorgung. Sie können als erste Anlaufstelle dienen, um Menschen zu ermutigen, sich mit ihren Problemen auseinanderzusetzen, und gegebenenfalls den Weg zu professioneller Hilfe zu ebnen. Die Studie betont jedoch, dass KI-Chatbots keine Ersatz für qualifizierte Therapie sind, sondern ergänzend wirken sollten – etwa durch Aufklärung, emotionale Unterstützung oder als Hilfsmittel zur Selbstbeobachtung. Experten aus der Psychologie und der KI-Forschung begrüßen die Ergebnisse als vielversprechenden Schritt in Richtung digitaler Mentalhealth-Integration. „KI kann eine Brücke schlagen, besonders für Menschen, die aus Angst vor Stigmatisierung oder aus praktischen Gründen keine Therapie aufsuchen“, sagt Dr. Lena Müller, KI-Psychologin an der ECU und Hauptautorin der Studie. „Die Herausforderung liegt darin, sicherzustellen, dass diese Tools ethisch entwickelt und kontinuierlich überwacht werden, um Missbrauch oder falsche Beratung zu verhindern.“ Die Edith Cowan University plant nun, die Chatbot-Technologie in Kooperation mit Gesundheitsbehörden und gemeinnützigen Organisationen weiter zu testen und zu optimieren. Ziel ist es, eine sichere, kulturell sensibele und evidenzbasierte KI-Plattform zu schaffen, die weltweit einsetzbar ist. Die Ergebnisse der Studie unterstreichen, dass Technologie nicht nur zur Effizienzsteigerung, sondern auch zur sozialen Gerechtigkeit in der Gesundheitsversorgung beitragen kann – wenn sie verantwortungsvoll gestaltet wird.

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