Musk angeklagt, Mathematik gefälscht zu haben, um 134 Milliarden zu erhalten
Elon Musk steht im Zentrum eines heftigen Streits um die finanziellen und rechtlichen Grundlagen seines Engagements bei OpenAI. Laut internen Dokumenten und Aussagen von OpenAI-Insidern soll Musk in den frühen Entwicklungsphasen des Unternehmens eine Reihe von mathematischen Modellen verwendet haben, die angeblich die Beiträge der eigentlichen ChatGPT-Entwickler auf „null“ reduzierten. Diese Berechnungen sollen als Grundlage dafür dienen, die Anteile der ursprünglichen Gründungsteams an der Firma zu minimieren und damit Milliarden an Investitionen und Wertsteigerungen an Microsoft und Musk selbst abzuführen. OpenAI argumentiert, dass diese mathematischen Modelle nicht nur ungenau, sondern auch manipulativ seien und keine wissenschaftliche oder rechtliche Grundlage hätten. Die Kontroverse entfachte sich, nachdem OpenAI im Jahr 2023 eine Neuausrichtung seiner Struktur durchführte, bei der es zu einer Trennung von der gemeinnützigen OpenAI non-profit-Organisation in Richtung einer für Gewinne ausgerichteten Gesellschaft (OpenAI LP) kam. In diesem Prozess wurde Musk aus dem Aufsichtsrat entfernt, was er als „politisch motiviert“ bezeichnete. Er behauptete, er habe die Initiative gestartet, um die Entwicklung von KI sicherer zu gestalten, und kritisierte die zunehmende Abhängigkeit von Microsoft, das über eine Milliarde Dollar in OpenAI investiert hat und nun die Hauptnutznießerin der Technologie ist. OpenAI erklärte, dass die ursprünglichen Entwickler von ChatGPT, darunter key Figuren wie Ilya Sutskever und Greg Brockman, entscheidende Beiträge zur Architektur und zum Training der Sprachmodelle geleistet hätten. Die von Musk vorgeschlagenen Berechnungen, die die Beiträge dieser Personen auf „null“ setzten, seien wissenschaftlich nicht haltbar und stellten eine Verfälschung der historischen Entwicklung dar. Die Organisation betont, dass die Entwicklung von ChatGPT ein kollektiver Prozess war, der auf jahrelanger Forschung basiert, und nicht auf einer einzelnen mathematischen Formel, die nachträglich zur Rechtfertigung von Anteilsverteilungen dienen soll. Die Behauptung, dass Musk „Mathematik erfunden“ habe, um 134 Milliarden Dollar an Wert aus OpenAI und Microsoft zu ziehen, ist ein starkes Statement, das jedoch auf internen E-Mails und internen Berichten basiert, die von OpenAI an die Aufsichtsbehörden weitergeleitet wurden. Diese Dokumente zeigen, wie Musk in frühen Meetings die Rolle der Entwickler in Frage stellte und alternative Berechnungsmodelle vorschlug, die die Anteile der ursprünglichen Forschergruppe erheblich verringerten. Industrieexperten sehen die Kontroverse als Symptom für die Spannungen in der KI-Industrie, wo technologische Innovation, Eigentumsrechte und Finanzinteressen oft aufeinandertreffen. Ein KI-Experte aus Stanford bemerkte: „Wenn die Entwickler von ChatGPT keine Anerkennung erhalten, dann ist das nicht nur ungerecht – es ist auch eine Gefahr für die Zukunft der Open-Source-Innovation.“ Microsoft betont, dass es keine Rolle bei der Anteilsverteilung gespielt habe und die Kooperation mit OpenAI auf gemeinsamer Forschungsarbeit basiere. Musk bleibt weiterhin ein zentraler Akteur in der KI-Welt, mit seinem Unternehmen xAI, das als direkter Konkurrent zu OpenAI positioniert ist. Seine Aussagen über die „Falschheit“ der OpenAI-Entwicklung werden von vielen als strategische PR-Maßnahme gesehen, um seine eigene Position zu stärken. Ob die Vorwürfe gegen ihn juristisch relevant werden, bleibt abzuwarten – doch die Debatte um den wahren Wert von KI-Innovation und denjenigen, die sie schaffen, ist längst nicht beendet.
