VSO stellt VCP v1.0 vor: Transparente Kryptoprüfung für AI-Handel nach EU-Vorgaben
Die VeritasChain Standards Organization (VSO) hat die globale Einführung der VeritasChain Protocol (VCP) v1.0 angekündigt, eines weltweit ersten offenen kryptografischen Prüfprotokolls, das Transparenz in künstlich-intelligenzgesteuerten Finanzmärkten herstellen soll. Ziel ist es, die Vertrauenskrise in algorithmischen Handelssystemen zu überwinden, indem es anstelle von anfälligem, veränderbarem Server-Logging eine unveränderliche, mathematisch verifizierbare Audithistorie schafft. Die VCP v1.0 bildet die Grundlage für eine Verschiebung von vertrauensbasiertem zur verifizierbaren Aufsicht, wodurch Regulatoren, Börsen, Broker und Handelshäuser präzise, nachvollziehbare und rechtssichere Nachweise für den gesamten Handelsprozess erhalten – von der Generierung von KI-Signalen über Risikoprüfungen bis zur Ausführung. Das Protokoll basiert auf vier Säulen: Erstens der kryptografischen Kette des Beweises, die eine append-only-Audithistorie mit sofortiger Erkennung von Manipulationen garantiert, unterstützt durch moderne Kryptografie- und Industriestandards. Zweitens umfasst es standardisierte Ereignistypen (z. B. SIG, ORD, EXE, REJ, CXL), die den gesamten Lebenszyklus von Handelsentscheidungen in einer einheitlichen, plattformübergreifenden Form erfassen. Drittens sichert die „Precision-Safe Data“-Funktion die numerische Genauigkeit, indem monetäre Werte als Zeichenketten gespeichert werden, um IEEE-754-Genauigkeitsfehler zu vermeiden. Viertens bietet die getrennte Compliance-Framework-Struktur drei Implementierungsebenen, die unterschiedliche technische Infrastrukturen berücksichtigen. Die VCP ist „Compliance-by-Design“ ausgerichtet und passt sich globalen Vorschriften an: Für die EU-KI-Verordnung (High-Risk AI) dokumentiert der VCP-GOV-Modul Modell-Identifikatoren, Hashes, Entscheidungsfaktoren und menschliche Genehmigungen, um die Anforderungen an Aufzeichnung (Artikel 12) und Transparenz (Artikel 13) zu erfüllen. Im Rahmen von MiFID II unterstützt VCP-TRADE die Anforderungen an Zeitsynchronisation (RTS 25) und Best-Execution-Überwachung (RTS 27/28) durch kryptografisch gesicherte Latenz- und Slippage-Daten. Für die DSGVO ermöglicht die VCP-PRIVACY-Erweiterung „Crypto-Shredding“ – die Löschung personenbezogener Daten durch Zerstörung der Verschlüsselungsschlüssel, wodurch die Integrität der Audithistorie erhalten bleibt, die Daten aber unrettbar unzugänglich werden. Zu den Adressaten zählen Börsen, Dark Pools, CFD-Broker, Prop-Handelshäuser, Regulatoren und Aufsichtsbehörden. Im Zuge des v1.0-Launches hat VSO zudem eine Klarstellung zum Zertifizierungsanspruch veröffentlicht: „VC-Certified“ bestätigt lediglich die technische Konformität mit dem VCP-Spezifikation, nicht aber die Leistungsfähigkeit, Sicherheit oder ethische Praxis der zertifizierten Entitäten – ein entscheidender Schritt zur Wahrung der Neutralität des Standards. Industrieexperten sehen in der VCP v1.0 eine bahnbrechende Entwicklung. „Die Einführung einer mathematisch verifizierbaren Audithistorie ist der entscheidende Schritt, um KI-Systeme in Finanzmärkten vertrauenswürdig zu machen“, sagt ein Regulierungsberater aus Frankfurt. „VSO verbindet japanische Aufsichtsdisciplin mit globaler Standardisierung – das könnte die Grundlage für eine neue Ära der algorithmischen Transparenz sein.“ Die VSO, mit Sitz in Tokio, ist eine unabhängige internationale Normungsorganisation, die sich der Transparenz, Fairness und Sicherheit in globalen algorithmischen Märkten verschrieben hat. Sie arbeitet im Einklang mit ISO/TC 68-Standardisierungen und verfolgt die Mission, „Vertrauen im algorithmischen Zeitalter zu kodieren“.
