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Google-Chef wünscht AI-Team Ruhe nach Gemini-3-Sprint

Google-Chef Sundar Pichai hat nach der erfolgreichen Einführung des neuen KI-Modells Gemini 3 eine kurze Atempause für sein Team gefordert. In einem Interview mit dem Podcast „Google AI: Release Notes“ bekannte er, dass die Entwickler in den vergangenen Wochen in einem intensiven Sprint gearbeitet hätten: „Ich denke, einige Leute brauchen jetzt etwas Schlaf.“ Die Einführung von Gemini 3 am 18. November markierte einen Meilenstein in Googles KI-Strategie. Das Modell wurde positiv aufgenommen – unter anderem lobte Salesforce-Chef Marc Benioff es als „irrsinnigen Sprung“ in Geschwindigkeit, Argumentationsfähigkeit und multimodaler Leistung. Nach nur zwei Stunden Nutzung versicherte er, nicht mehr auf ChatGPT zurückzukehren. Die Marktkapitalisierung von Google nähert sich nun mit über 4 Billionen US-Dollar einem neuen Rekordniveau an, während der Aktienkurs in diesem Jahr um fast 70 Prozent gestiegen ist – inklusive eines 12-Prozent-Sprungs nach der Gemini-3-Präsentation. Pichai betonte, dass Google seit 2016 eine langfristige Vision verfolgt: eine KI-first-Unternehmenskultur. Damals, so erklärte er, habe er sich vorgenommen, das gesamte Unternehmen auf KI auszurichten. Die Grundlagen dafür wurden in den Jahren zuvor gelegt: Mit der Gründung von Google Brain 2012, dem Erwerb von DeepMind 2014, dem Sieg von AlphaGo im Go-Spiel und der Entwicklung eigener Tensor-Verarbeitungseinheiten (TPUs) für das Training von KI-Modellen. „2016 war klar: Wir stehen vor einer neuen Plattformverschiebung. Es war eine vollständige, ganzheitliche Wette darauf, Google als KI-first-Unternehmen aufzubauen“, sagte Pichai. Die rasche Verbreitung generativer KI bot nun die Gelegenheit, diese Strategie umzusetzen. Google vereinte Teams aus Google Brain und DeepMind, skalierte seine KI-Infrastruktur massiv und beschleunigte die Entwicklung. Der Fokus lag auf einem „full-stack“-Ansatz: von der Hardware über das Modelltraining bis hin zu Optimierungen im Test- und Laufzeitverhalten. Pichai räumte ein, dass Google ursprünglich an Kapazität fehlte und die nötigen Bausteine aufbauen musste. „Von außen sah es aus, als wären wir still oder zurückgeblieben – aber wir haben die Grundlagen gelegt und jetzt setzen wir sie um.“ Heute, so Pichai, habe sich die Lage gewandelt: „Wir sind auf der anderen Seite.“ Die Einführung von Gemini 3 signalisiert, dass Google nicht nur mithalten, sondern wieder an der Spitze der KI-Entwicklung stehen könnte – nach Jahren, in denen OpenAI als führender Akteur galt. Die Reaktion der Branche zeigt, dass Googles strategische Geduld nun Früchte trägt. Industrieanalysten sehen in der Gemini-3-Entwicklung einen Wendepunkt. „Google hat nicht nur technisch aufgeholt, sondern mit einem ganzheitlichen Ansatz den Wettbewerb neu definiert“, sagt eine Expertin von Gartner. „Die Integration von Hardware, Software und Forschung ist ein Alleinstellungsmerkmal.“ Googles KI-Strategie, die seit über einem Jahrzehnt aufgebaut wurde, zeigt nun ihre Stärke – und könnte den Weg für eine neue Ära der KI-Entwicklung bahnen.

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