Tesla beginnt mit Optimus-Training in Austin
Tesla plantet, den humanoiden Roboter Optimus in seiner Fabrik in Austin zu trainieren. Laut Insider, die mit einer Town-Hall-Veranstaltung im Unternehmen in Verbindung standen, soll die Datenerfassung für das Training ab Februar beginnen. Die Fabrik in Texas wird damit zum nächsten Zentrum für die Entwicklung des Roboters, nachdem bereits seit mehr als einem Jahr in der Gigafactory in Fremont, Kalifornien, Daten gesammelt werden. Dort arbeiten spezielle Datensammler, die ihre Bewegungen bei der Organisation von Fahrzeugteilen und der Arbeit an Förderbändern aufzeichnen – diese Aufnahmen dienen der Weiterbildung von Optimus. Um Störungen in der Produktion zu vermeiden, sind die Sammler von den regulären Arbeitern getrennt. CEO Elon Musk bestätigte auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, dass Optimus bereits einfache Aufgaben in der Fabrik erledigt. Er rechnet damit, dass der Roboter bis Ende 2025 komplexere industrielle Tätigkeiten übernehmen wird – und bis Ende 2026 sogar an die Öffentlichkeit verkauft werden könnte. Gleichzeitig warnte er jedoch, dass die Produktion von Optimus und dem Cybercab, ebenfalls in Austin hergestellt, „qualvoll langsam“ verlaufen werde. Ein Sprecher von Tesla reagierte auf Anfragen nicht. Seit der Vorstellung des Roboters 2021 hat Tesla mehrere Teaser-Videos veröffentlicht, darunter eine Aufnahme aus dem Jahr 2024, in der Optimus Batterien an einem Aufhängesystem im Labor in Palo Alto ordnete. 2024 setzte Tesla bereits zwei autonome Optimus-Roboter in einer Fabrik ein. Dazu arbeiten mehrere Dutzend Trainer, die mit speziellen Helmen ausgestattet sind, die mehrere Kameras und einen schweren Rucksack enthalten. Obwohl Tesla bereits eine leichtere Variante in Form einer Gürteltasche getestet hat, ist unklar, ob diese in der Produktion eingesetzt wird. Musk sieht Optimus als „das größte Produkt aller Zeiten“ – mit Anwendungen von Hausarbeit über Fabrikarbeit bis hin zur Nutzung in Weltraumdatenzentren. Neben den Roboter-Entwicklungen wurden auch andere Projekte im Austin-Werk thematisiert: Die Fertigungsstraßen werden aktualisiert, und die Baustellen laufen weiter. In den vergangenen Monaten hatte Tesla die Produktionszeiten für den Cybertruck erheblich reduziert und Mitarbeiter auf die Model-Y-Fertigung umgestellt, da die Verkaufszahlen für den Elektro-Lkw enttäuschend blieben. Industrieanalysten sehen in der Ausweitung des Optimus-Trainings ein klares Signal für Teslas strategische Wende hin zu einer Robotik-Plattform. „Die Fokussierung auf Datenakquise in der Produktion ist ein Meilenstein“, sagt ein Experte für künstliche Intelligenz. „Wenn Tesla die Skalierung schafft, könnte dies die industrielle Automatisierung revolutionieren.“ Tesla, 2003 gegründet, gilt als führender Innovator im Bereich Elektrofahrzeuge und Energiespeicher. Die Optimus-Entwicklung ist Teil einer längeren Vision, bei der die Firma nicht nur Fahrzeuge, sondern auch intelligente Systeme für die Zukunft schafft.
