CoLab tritt NVIDIA Inception bei, um AI-gestützte Produktentwicklung zu beschleunigen
CoLab hat sich dem NVIDIA Inception-Programm angeschlossen, um die Entwicklung künstlicher Intelligenz (KI) im Bereich der physikalischen Produktentwicklung zu beschleunigen. Das kanadische Unternehmen, das 2017 gegründet wurde, entwickelt eine KI-gestützte Plattform – den „Engineering Operating System“ –, die Ingenieurteams bei der Gestaltung komplexer physischer Produkte unterstützt, wie sie in Bereichen wie Automobilindustrie, Energie, Medizintechnik und Industrieausrüstung benötigt werden. Die Zusammenarbeit mit NVIDIA zielt darauf ab, KI-Technologien zur Verbesserung von Simulationen, digitalen Zwillingen und der Entscheidungsfindung in der Produktentwicklung einzusetzen. Insbesondere sollen die durch Simulationen generierten Daten effizienter verarbeitet und in den Entwicklungsprozess integriert werden. Im Gegensatz zu digitalen Produkten, die schnell iteriert werden können, erfordern physische Systeme lange Entwicklungszyklen, da Änderungen nach der Produktion kostspielig oder unmöglich sind. Daher setzen Ingenieurteams auf digitale Modelle, um das Verhalten von Designs vorab zu testen. Doch diese Prozesse erzeugen riesige Datenmengen, die schwer zu interpretieren sind. CoLab will durch eine menschzentrierte KI-Plattform die Entscheidungsfindung beschleunigen, indem sie nicht nur Ergebnisse, sondern auch den Kontext der Entscheidungen – wie Diskussionen, Abwägungen und technische Begründungen – digital festhält. Dieses Wissen wird genutzt, um KI-Agenten wie den AutoReview-Modul präziser und konsistenter zu machen. Durch die Teilnahme am NVIDIA Inception-Programm erhält CoLab Zugang zu NVIDIA-Technologien wie Fortgeschrittenen Simulationsplattformen, synthetischen Daten und leistungsstarken Trainingsumgebungen. Diese Technologien sollen in CoLabs Workflow integriert werden, um sicherzustellen, dass die richtigen Daten zum richtigen Zeitpunkt den richtigen Ingenieuren zur Verfügung stehen. Zudem wird die KI-Entwicklung von CoLab durch die reichhaltigen, kontextbasierten Daten aus digitalen Design-Reviews verbessert, die eine einzigartige Wissensbasis bilden. Adam Keating, CEO von CoLab, betont, dass die Zielsetzung darin besteht, Entwicklungszyklen von Monaten auf Tage oder Stunden zu verkürzen – ohne den Menschen aus dem Prozess zu entfernen. Jeremy Andrews, CTO, sieht den größten Engpass nicht in der KI-Generierung, sondern in der Entscheidungsfindung und deren Dokumentation. Taylor Young, Chief Strategy Officer, unterstreicht, dass die Partnerschaft mit NVIDIA Teil einer strategischen Ausrichtung ist, um mit führenden Technologieunternehmen zusammenzuarbeiten und eine integrierte, kollaborative Plattform zu schaffen. Die Zusammenarbeit unterstreicht den Trend, dass KI in der Ingenieurwissenschaft nicht nur zur Automatisierung, sondern zur Verbesserung von menschlicher Entscheidungsfindung beiträgt. CoLab positioniert sich damit als zentraler Kooperations- und Entscheidungsanker in der KI-gestützten Produktentwicklung. Industrieexperten sehen in der Kooperation eine bedeutende Entwicklung: „Die Integration von KI in die physikalische Produktentwicklung ist erst am Anfang. CoLab zeigt, wie man nicht nur Technologie, sondern auch menschliches Wissen in den Prozess einbindet – das ist der Schlüssel für nachhaltige Innovation“, sagt ein Analyst aus dem Bereich industrieller KI. CoLab ist heute bereits bei führenden globalen Herstellern in mehreren Branchen im Einsatz und gilt als Vorreiter im Bereich „AI-powered engineering“.
