Tech-Layoffs 2025: Über 150.000 Stellen abgebaut – AI treibt Kürzungen an
Im Jahr 2025 setzt sich die Welle der Tech-Layoffs fort, die bereits in den Vorjahren begonnen hatte. Laut dem unabhängigen Tracker Layoffs.fyi wurden in 2024 mehr als 150.000 Stellen abgebaut, und bis Ende Februar 2025 waren bereits über 22.000 Arbeitsplätze gestrichen worden – darunter 16.084 im Februar allein. Die Kürzungen betreffen Unternehmen aller Größen und Branchen, von etablierten Tech-Riesen wie Google, Microsoft und Salesforce bis hin zu jungen Startups wie GupShup, Windsurf und Eigen Lab. Hintergrund sind vor allem strategische Umstrukturierungen, die durch den zunehmenden Einsatz von KI und Automatisierung getrieben werden, aber auch wirtschaftliche Unsicherheiten, sinkende Nachfrage – etwa bei Elektrofahrzeugen – und fehlende Profitabilität. Bekannte Unternehmen wie Microsoft kürzten 2025 insgesamt 9.000 Mitarbeiter, was weniger als 4 % der globalen Belegschaft ausmachte, und folgten damit einer Reihe vorheriger Entlassungen. Google tätigte mehrere Runden, darunter etwa 100 Kündigungen im Cloud-Design-Team und eine 25-prozentige Reduktion im Smart-TV-Bereich. Amazon kürzte rund 100 Mitarbeiter im Devices-Bereich, während Meta über 100 Stellen im Reality Labs-Bereich streichen musste. Auch Intel setzte mit bis zu 2.400 Kündigungen in Oregon und einer Gesamtreduktion von 20 % seiner Belegschaft eine der größten Kürzungen der Branche um. Andere Unternehmen reagierten mit strategischen Neuausrichtungen: Salesforce strebte 262 Stellen an, Workday 1.750, TikTok bis zu 300 in Dublin, und Rivian kürzte 200 Mitarbeiter, da die Förderung für Elektrofahrzeuge ausläuft. Auch Zopper, Ola Electric und Turo führten massive Entlassungen durch, während Northvolt nach Bankrott 2.800 Mitarbeiter entließ – 62 % seines Teams. Wicresoft beendete seine Tätigkeit in China und entließ rund 2.000 Mitarbeiter, nachdem Microsoft die Zusammenarbeit beendete. Besonders auffällig ist die Welle bei KI- und Automatisierungsunternehmen: GupShup, Fiverr, Canva und Just Eat reduzierten ihre Teams, weil KI die Effizienz steigert. xAI entließ ein Drittel seines Datenannotation-Teams, um sich auf Spezialrollen zu konzentrieren. Auch Scale AI kürzte 200 Mitarbeiter und 500 Contractor, kurz nachdem Meta den CEO übernahm. In der Hardware- und Fahrzeugbranche waren HP, GM und Blue Origin betroffen, während Expedia, Wayfair und HerMD ihre Geschäftsmodelle überarbeiteten. Sequoia Capital schloss seinen Washingtoner Bürostandort, und NASA schloss nach dem DOGE-Befehl von Elon Musk mehrere Abteilungen. Die Kürzungen spiegeln eine tiefgreifende Umstrukturierung der Branche wider: Unternehmen versuchen, sich durch KI-Integration, Kostenreduktion und Fokussierung auf profitableren Segmenten zu stabilisieren. Gleichzeitig wird die menschliche Kosten dieser Transformation deutlich – von Fachkräften bis hin zu jungen Talenten. Branchenanalyse: Experten warnen vor einer „Künstlichen Intelligenz-Entlassungswelle“, bei der Technologie die Stellen ersetzt, aber nicht immer die Wertschöpfung erhöht. Laut der Harvard Business Review sind viele Kürzungen nicht nur wirtschaftlich motiviert, sondern auch ein Zeichen für übermäßige Expansion in der Tech-Blase der letzten Jahre. Unternehmen wie Microsoft und Google, die weiterhin investieren, zeigen, dass die Kürzungen strategisch, nicht krisenbedingt sind. Doch die langfristige Wirkung auf Innovation, Kreativität und Talentbindung bleibt ungewiss. Die Branche steht vor einer entscheidenden Umbruchsphase: Wer sich anpassen kann, wird überleben – wer nicht, wird verschwinden.
