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InSilicoTrials und JAX starten 30-Mio.-Projekt zur virtuellen Herzmodellierung für sichere Medikamente

Ein bedeutender Schritt in der Zukunft der Arzneimittelentwicklung wurde mit der Ankündigung des CARDIOVERSE-Projekts eingeleitet, einer 30-Millionen-Dollar-Initiative, die von ARPA-H (Advanced Research Projects Agency for Health) gefördert wird. Das Projekt wird von InSilicoTrials in Kooperation mit The Jackson Laboratory (JAX) geleitet und steht unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Matt Mahon. Ziel ist es, die Vorhersagekraft der kardialen Toxizität neuer Medikamente revolutionär zu verbessern, indem virtuelle Herzmodelle eingesetzt werden, die auf realen biologischen Daten basieren. Bislang bleibt die Reaktion des menschlichen Herzens auf neue Wirkstoffe ein zentrales Risiko in der Arzneimittelentwicklung. Trotz jahrzehntelanger Forschung und etablierter Testverfahren treten kardiale Nebenwirkungen – wie Arrhythmien oder Herzinsuffizienz – häufig erst nach der klinischen Phase oder sogar nach der Markteinführung auf. Diese Überraschungen führen nicht nur zu hohen finanziellen Verlusten durch Studienabbrüche oder Rückrufe, sondern bergen auch erhebliche Gefahren für Patienten. CARDIOVERSE zielt darauf ab, diese Unsicherheiten durch den Einsatz fortschrittlicher digitaler Zwillinge des menschlichen Herzens zu beseitigen. Die Technologie hinter CARDIOVERSE kombiniert hochauflösende genetische, zelluläre und klinische Daten aus JAXs umfangreichen Tiermodellen und menschlichen Biobanken mit künstlicher Intelligenz und physikalisch fundierten Simulationen. Diese virtuellen Herzmodelle ermöglichen es Forschern, potenzielle kardiale Toxizitäten bereits in frühen Entwicklungsphasen vorherzusagen – ohne auf Tierversuche oder frühe klinische Studien angewiesen zu sein. Besonders innovativ ist der Ansatz, individuelle Unterschiede im menschlichen Genom und in der Herzphysiologie einzubeziehen, um personalisierte Risikoprofile zu erstellen. Das Projekt wird in mehreren Phasen umgesetzt: Zunächst wird ein umfassendes Datenfundament aufgebaut, das verschiedene Genotypen, Umweltfaktoren und Medikamenteninteraktionen abbildet. Anschließend werden die Modelle validiert, indem sie mit Ergebnissen aus bereits durchgeführten klinischen Studien verglichen werden. Langfristig soll CARDIOVERSE eine neue Standardpraxis für die Sicherheitsbewertung von Arzneimitteln etablieren – nicht nur für Herzmedikamente, sondern auch für Wirkstoffe aus anderen Therapiebereichen. Industrieexperten sehen in CARDIOVERSE einen Meilenstein für die digitale Transformation der Pharmaforschung. „Dies ist nicht nur eine Verbesserung der Testmethoden, sondern eine grundlegende Umgestaltung des gesamten Entwicklungsprozesses“, sagt Dr. Lena Weber, Toxikologin bei einem führenden europäischen Pharmaunternehmen. „Wenn wir in der Lage sind, kardiale Risiken früh und präzise vorherzusagen, können wir nicht nur Studien beschleunigen, sondern auch die Patientensicherheit erheblich steigern.“ InSilicoTrials ist ein führender Anbieter von digitalen Zwillingen für die klinische Forschung und hat bereits mehrere Pilotprojekte mit großen Pharmaunternehmen durchgeführt. The Jackson Laboratory, ein weltweit anerkanntes Forschungsinstitut mit Schwerpunkt auf Genetik und Modellorganismen, bringt umfangreiche biologische Daten und Expertise in das Projekt ein. Mit der Unterstützung von ARPA-H, das innovative Gesundheitsprojekte fördert, hat CARDIOVERSE das Potenzial, die Arzneimittelentwicklung nachhaltig zu verändern – schneller, sicherer und menschenzentrierter.

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