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vor 2 Monaten
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OpenAI schaltet App-Vorschläge ab, die wie Werbung wirken

OpenAI hat kürzlich bestätigt, dass es sogenannte App-Empfehlungen in ChatGPT deaktiviert hat, die für Nutzer wie Werbung wirken. Obwohl das Unternehmen weiterhin betont, dass aktuell keine Werbung oder Tests mit Werbeinhalten in der Plattform laufen, räumte Chief Research Officer Mark Chen ein, dass die bisherigen Empfehlungen für Drittanbieter-Apps – darunter Peloton und Target – die Nutzer verunsichert und das Vertrauen in die Plattform beeinträchtigt haben. Die Empfehlungen waren Teil eines Pilotprogramms, das im Oktober mit der Einführung der ChatGPT-App-Plattform gestartet wurde, und sollten Nutzern helfen, nützliche externe Anwendungen zu entdecken. OpenAI betonte, dass diese Vorschläge keinerlei finanzielle Anreize für die Firma hatten und nicht als Werbung konzipiert waren. Dennoch führten die Formulierungen und die visuelle Darstellung zu Missverständnissen, wodurch viele Abonnenten glaubten, mit Werbung konfrontiert zu sein. In Reaktion auf die Kritik reagierte OpenAI mit einer klaren Kurskorrektur. Chen erklärte, dass die Empfehlungen vorübergehend abgeschaltet wurden, um die Genauigkeit des Modells zu verbessern und die Benutzererfahrung zu optimieren. Zudem werde an besseren Kontrollmöglichkeiten gearbeitet, sodass Nutzer die Vorschläge nach Belieben deaktivieren oder anpassen könnten. ChatGPT-Chef Nick Turley bestätigte, dass es keine laufenden Werbe-Tests gebe und dass alle gängigen Bilder oder Screenshots, die als „Anzeigen“ interpretiert werden, entweder nicht authentisch seien oder gar keine Werbung darstellten. Er betonte, dass OpenAI bei zukünftigen Schritten eine sorgfältige und vertrauenswürdige Herangehensweise verfolgen werde. Die Kontroverse kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Erwartungen an eine mögliche Werbeintegration in ChatGPT stark gestiegen waren. So wurde Fidji Sumo, ehemalige Führungskraft bei Instacart und Facebook, Anfang des Jahres als Leiterin der Anwendungen bei OpenAI berufen – ein Schritt, der als Signal für eine künftige Monetarisierung, insbesondere über Werbung, gedeutet wurde. Doch nun berichtet die Wall Street Journal, dass CEO Sam Altman in einem internen Memo eine „Code-Red“-Situation ausgerufen habe, um die Priorität auf die Verbesserung der KI-Qualität zu legen. Damit wurde die Entwicklung von Werbe- und Monetarisierungsstrategien vorübergehend zurückgestellt, um die Stabilität und Glaubwürdigkeit der Plattform zu schützen. Industrieanalysten sehen die Reaktion von OpenAI als strategisch klug: Die Deaktivierung der Empfehlungen zeigt, dass das Unternehmen die Bedenken der Nutzer ernst nimmt und die Markenintegrität nicht aufs Spiel setzt. Die Kritik unterstreicht, dass Nutzer bei KI-Plattformen nicht nur Leistung, sondern auch Transparenz und Vertrauen erwarten. OpenAI muss nun beweisen, dass es zwischen Innovation und Nutzererfahrung einen ausgewogenen Kurs fahren kann – besonders, wenn es in Zukunft an eine Monetarisierung herangeht.

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