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Intel präsentiert starke Q4-Ergebnisse und setzt auf AI- und Fertigungswachstum

Intel hat seine Finanzergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 veröffentlicht und zeigt dabei eine stabile Entwicklung trotz globaler Lieferengpässe. CEO Lip-Bu Tan betonte die entscheidende Rolle von CPUs im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz (KI) und hob die Einführung der ersten Produkte auf der Intel 18A-Technologie hervor – der fortschrittlichsten Prozessfertigung, die in den USA entwickelt und produziert wird. Diese Meilenstein-Technologie ist zentral für Intels Strategie, die Fertigungskapazitäten in den USA auszubauen und die Nachfrage nach hochleistungsfähigen Chips zu bedienen. CFO David Zinsner berichtete, dass das Unternehmen die Erwartungen für das vierte Quartal in Bezug auf Umsatz, Bruttomarge und Ergebnis je Aktie übertroffen habe, obwohl die verfügbare Liefermenge im ersten Quartal 2026 aufgrund von Engpässen voraussichtlich am niedrigsten sein werde, bevor sich die Versorgung ab dem zweiten Quartal verbessert. Die Nachfrage in den Kernmärkten bleibt robust, was die Bedeutung der x86-Architektur als weltweit verbreitetste Hochleistungs-Computing-Plattform unterstreicht. Im vierten Quartal 2025 lag der Umsatz bei 13,7 Milliarden US-Dollar (abgenommen um 4 % gegenüber dem Vorjahresquartal), die Bruttomarge sank auf 36,1 % (GAAP), was jedoch auf einem stabilen Niveau bleibt. Die Forschungs- und Entwicklungsausgaben (R&D und MG&A) gingen um 14 % zurück, was auf eine gezielte Kostenoptimierung hindeutet. Der operative Gewinn lag bei 4,2 % (GAAP), während das nicht-GAAP-Ergebnis bei 8,8 % lag. Für das Gesamtjahr 2025 blieb der Umsatz mit 52,9 Milliarden US-Dollar nahezu unverändert, während die Bruttomarge um 2,1 Prozentpunkte auf 34,8 % stieg. Die operative Verlustquote verbesserte sich deutlich von –22,0 % auf –4,2 %, was auf eine signifikante Verbesserung der operativen Effizienz hindeutet. Die Gesamt-Cashflow aus laufenden Geschäftstätigkeiten betrug 9,7 Milliarden US-Dollar. Ein zentraler Meilenstein war die Einführung der Intel Core Ultra Series 3-Prozessoren, die erstmals auf der Intel 18A-Technologie basieren und in den USA hergestellt werden. Sie sollen über 200 Geräte von führenden Herstellern weltweit unterstützen – von Premium-Laptops bis hin zu Gaming-Handhelds und Industrie-Edge-Geräten. Zudem kündigte Intel eine Zusammenarbeit mit Cisco an, die ein integriertes Plattform für verteilte KI-Arbeitslasten im Edge-Computing ermöglicht. Die Fertigung auf Intel 18A wurde in Arizona und Oregon in Hochvolumen aufgenommen, was Intels Position als einziger Unternehmen mit Forschung, Design und massenhafter Produktion fortschrittlicher Chips in den USA festigt. Zusammen mit ASML wurde die technische Machbarkeit des High-NA-EUV-Lithographie-Scanners nachgewiesen, der zukünftige Produktionsvorteile bringen soll. Zudem wurde die Führungsspitze verstärkt: Cindy Stoddard wurde CFO, Robin Colwell Leiterin der Regierungspolitik, und Annie Shea Weckesser übernahm die Marketing- und Kommunikationsfunktion. Craig H. Barratt trat als unabhängiges Board-Mitglied hinzu. Die Veräußerung von 5 Milliarden US-Dollar an Intel-Aktien an NVIDIA stärkte die Bilanz und erhöhte die strategische Flexibilität. Für das erste Quartal 2026 erwartet Intel einen Umsatz zwischen 11,7 und 12,7 Milliarden US-Dollar, eine Bruttomarge von 32,3 % (GAAP) bis 34,5 % (nicht-GAAP) und ein Ergebnis je Aktie von –0,21 US-Dollar (GAAP) bis 0,00 US-Dollar (nicht-GAAP). Die Aussichten basieren auf einem mittleren Umsatzszenario und berücksichtigen die fortlaufenden Herausforderungen im globalen Chipmarkt. Bewertung durch Branchenexperten: Experten sehen in Intels 2025-Ergebnissen einen deutlichen Kurswechsel: Trotz der hohen Verluste im Vorjahr zeigt sich eine spürbare Verbesserung der operativen Effizienz und eine klare strategische Ausrichtung auf KI und die Rückkehr zur Fertigung in den USA. Die Einführung von Intel 18A und die Partnerschaften mit Cisco und NVIDIA stärken das Vertrauen in Intels Wiederbelebung. Allerdings bleibt die Abhängigkeit von externen Faktoren wie geopolitischen Spannungen, Lieferkettenproblemen und der KI-Nachfrage weiterhin ein Risiko. Intel hat sich von einem reinen Chip-Produzenten zu einem integrierten Technologieunternehmen entwickelt, das sowohl Hardware als auch Plattformen für KI-Infrastruktur anbietet. Die zukünftige Erfolgswahrscheinlichkeit hängt entscheidend von der schnellen Skalierung der 18A-Fertigung und der Akzeptanz der neuen Prozessoren ab.

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