HyperAIHyperAI

Command Palette

Search for a command to run...

Französische Konsortium entwickelt intelligente Ultraschallgeräte für mehr Gesundheitsversorgung

Ein multidisziplinäres Konsortium aus E-Scopics, Vermon, dem IHU Straßburg und Inria wurde als Gewinner des France 2030-Plans ausgezeichnet, um eine neue Generation softwarebasierter, intelligenter und kosteneffizienter Ultraschallgeräte zu entwickeln. Das Projekt POCUSI (Point of Care UltraSound for Screening & Intervention) zielt darauf ab, die Zugänglichkeit von Ultraschalluntersuchungen zu revolutionieren – insbesondere für nicht-expertisierte Anwender und in der Frühdiagnostik chronischer Erkrankungen. Mit einem Gesamtvolumen von 6,7 Millionen Euro über fünf Jahre wird das Projekt zu 4,7 Millionen Euro vom französischen Förderinstitut Bpifrance im Rahmen des France 2030-Plans finanziert. Ziel ist es, die digitale Souveränität Frankreichs im Bereich medizinischer Bildgebung zu stärken und eine nachhaltige, strategische nationale Industrie für digitale Ultraschalltechnologien aufzubauen. POCUSI konzentriert sich auf chronische Lebererkrankungen wie Leberzirrhose und hepatokellulären Karzinom sowie auf metabolische und kardiovaskuläre Risikofaktoren, die weltweit mehr als 30 Prozent der Bevölkerung betreffen – insbesondere bei Adipositas, Typ-2-Diabetes und MASLD (metabolische Dysfunktion-assoziierte Steatohepatitis). Durch die Entwicklung quantitativer, softwaregestützter Analysewerkzeuge soll die Ultraschalltechnologie an den Patientenbett verfügbar werden, von der Früherkennung bis zur interventionsbegleitenden Bildgebung. Die Plattform von E-Scopics, einem Pionier der softwaredefinierten Ultraschalltechnologie, ermöglicht bereits die automatisierte, nicht-invasive Beurteilung von Leberfibrose und Fettansammlung – zentralen Indikatoren für Lebererkrankungen – über Apps, die über Abonnement- oder Pay-per-Use-Modelle angeboten werden. Vermon liefert hochspezialisierte Ultraschallsonden mit weltweiter Reputation und langjähriger Expertise in der Entwicklung maßgeschneiderter Sensoren. Das IHU Straßburg bringt seine Kompetenz in minimalinvasiven, bildgeführten und robotergestützten Operationen ein und fördert die Umsetzung von Forschungsergebnissen in klinische Praxis. Inria, das französische Institut für digitale Wissenschaft und Technologie, steuert Expertise in künstlicher Intelligenz, digitalen Zwillingen und der digitalen Transformation der Gesundheitsversorgung bei – Schlüsseltechnologien für die intelligente Auswertung von Ultraschallbildern. Das Projekt steht im Kontext des umfassenden France 2030-Plans, der 54 Milliarden Euro für die Transformation strategischer Sektoren wie Gesundheit, Energie und Automobil bereitstellt. Dabei wird ein Schwerpunkt auf Klimaneutralität (50 Prozent der Ausgaben) und die Förderung innovativer, umweltverträglicher Akteure gelegt. Die Kooperation zwischen Forschung, Industrie und Klinik unterstreicht die französische Strategie, technologische Führung zu sichern und gleichzeitig die Gesundheitsversorgung zu digitalisieren und zu entlasten. Branchenexperten sehen in POCUSI einen Meilenstein für die Digitalisierung der medizinischen Bildgebung: „Dieses Projekt könnte die Grundlage für eine neue Ära der zugänglichen, präzisen und kosteneffizienten Diagnostik bilden“, sagt ein Experte für medizinische Technologie. „Die Kombination aus Software, KI und französischer Industrieerfahrung ist ein starkes Signal für die Zukunft der Gesundheitsindustrie.“ E-Scopics, Vermon und Inria sind führende Akteure in ihren Bereichen, während das IHU Straßburg als klinische Test- und Umsetzungsplattform eine entscheidende Rolle spielt. Die Initiative stärkt nicht nur die nationale Wettbewerbsfähigkeit, sondern bietet auch eine nachhaltige Antwort auf die wachsende Belastung des Gesundheitssystems durch chronische Krankheiten.

Verwandte Links

Französische Konsortium entwickelt intelligente Ultraschallgeräte für mehr Gesundheitsversorgung | Aktuelle Beiträge | HyperAI