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NVIDIA und Lilly bauen gemeinsam AI-Labor für revolutionäre Arzneimittelentwicklung auf

NVIDIA und Eli Lilly haben auf der J.P. Morgan Healthcare Conference in San Francisco ein bahnbrechendes Projekt vorgestellt: einen gemeinsamen KI-„Co-Innovation-Lab“ im San Francisco Bay Area, der die Zukunft der Arzneimittelentwicklung neu definieren soll. Der Initiator, NVIDIA-CEO Jensen Huang, beschrieb das Projekt als „Blueprint für das Mögliche“ in der Biomedizin. Gemeinsam mit Dave Ricks, CEO von Lilly, betonte er die strategische Allianz zwischen führenden Wissenschaftlern aus der Pharmaindustrie und Spitzenkraften der Informatik. Über fünf Jahre sollen bis zu 1 Milliarde US-Dollar in Talent, Infrastruktur und Rechenleistung investiert werden, um eine Plattform zu schaffen, die weltweit die Grenzen des Machbaren in der molekularen Forschung verschiebt. Das Lab soll nach einem „scientist-in-the-loop“-Modell funktionieren: Künstliche Intelligenz und experimentelle Laborarbeit („wet labs“) werden in einem geschlossenen Kreislauf miteinander verknüpft. Während KI-Modelle molekulare Strukturen simulieren und potenzielle Wirkstoffkandidaten vorhersagen, liefert das Labor sofort neue Daten, die die Modelle weiter verbessern – ein kontinuierlicher Lernzyklus. „Maschinen arbeiten rund um die Uhr, um dieses Problem zu lösen“, sagte Ricks. Ziel ist es, den bisher langwierigen und oft intuitiven Prozess der Arzneimittelentwicklung in einen ingenieurwissenschaftlichen, skalierbaren Prozess zu verwandeln. Die Grundlage bildet Lillys neu aufgebautes AI-Supercomputer-System – ein NVIDIA DGX SuperPOD mit DGX B300-Architektur –, das als weltweit leistungsstärkste KI-Infrastruktur für die Biopharma-Branche gilt. Mit diesem System sollen große biomedizinische Grundmodelle für Zielidentifikation, Strukturvorhersage und klinische Vorhersagen trainiert werden. Ricks betonte: „Das Ziel ist es, das gesamte biologische System gleichzeitig zu modellieren.“ Während der Diskussion hob Huang auch die historische Rolle von Computing in der Pharmazeutik hervor und nannte neurodegenerative Erkrankungen des alternden Gehirns als neue Schlüsselherausforderung. „Ich kann mir keinen würdigeren Einsatz für die Informatik vorstellen“, sagte er. Die Zusammenarbeit zwischen beiden Unternehmen zielt darauf ab, die Entwicklung von Therapien für komplexe Krankheiten deutlich zu beschleunigen. Parallel dazu präsentierte NVIDIA auf der Konferenz die Erweiterung seiner BioNeMo-Plattform mit neuen Tools für die Entwicklung von KI-Modellen in der Biologie. Außerdem kündigte eine Kooperation mit Thermo Fisher zur Entwicklung autonomer Laborinfrastruktur an, sowie die Zusammenarbeit mit Multiply Labs, einem Startup, das robotergestützte Systeme für die Skalierung der Zelltherapieproduktion anbietet. Zur Feier der Fortschritte überreichte Huang mehreren führenden KI- und Biologieforschern signierte DGX Spark-Systeme – als Anerkennung ihrer bahnbrechenden Arbeit an Modellen wie Evo 2, ESM, AlphaFold-Erweiterungen, Pearl, Chai und Pharma.AI. Bewertung: Branchenexperten sehen in der NVIDIA-Lilly-Partnerschaft einen Wendepunkt für die Arzneimittelentwicklung. Die Integration von KI in den gesamten Forschungszyklus könnte die Entwicklungszeit von neuen Medikamenten von Jahren auf Monate verkürzen. Lilly gilt als Pionier in der digitalen Transformation der Pharmazie, während NVIDIA mit seiner Hardware- und Software-Ökosystem-Strategie die technische Grundlage für eine neue Ära der digitalen Biologie schafft. Die Kooperation ist nicht nur ein wirtschaftlicher, sondern auch ein ethisch bedeutsamer Schritt: Die Beschleunigung der Therapieentwicklung für neurodegenerative Erkrankungen könnte Millionen von Menschen helfen. Die Initiative unterstreicht, dass KI in der Medizin nicht nur ein Werkzeug, sondern ein zentraler Bestandteil der künftigen Gesundheitsversorgung ist.

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