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Gericht zwingt Google zu jährlicher Neuausschreibung von Standard-Suchverträgen

Ein US-Bundesrichter hat Google eine erhebliche Einschränkung seiner Marktmacht auferlegt, indem er die Firma verpflichtete, alle Verträge für die Standard-Suchfunktion auf Geräten jährlich neu zu verhandeln. Das Urteil, das im Dezember 2025 veröffentlicht wurde, stammt von Richter Amit Mehta des Bundesdistriktsgerichts von Washington, D.C., und ist Teil einer umfassenden Antitrust-Aktion gegen Alphabet, den Mutterkonzern von Google. Die Entscheidung zielt darauf ab, die langjährigen, oft jahrelangen Vereinbarungen zwischen Google und Geräteherstellern wie Apple, Samsung und anderen zu beenden, die das Unternehmen dazu genutzt haben, seine Dominanz bei der Online-Suche und Suchwerbung zu festigen. Der Richter begründete die einjährige Laufzeit mit der Notwendigkeit einer wirksamen Antitrust-Sanktion nach seiner wegweisenden Entscheidung aus dem Jahr 2024, in der er Google das illegale Monopol im Bereich der Online-Suche und Suchwerbung nachgewiesen hatte. Die neue Regelung verlangt, dass Google jedes Jahr neu verhandeln muss, um als Standard-Suchmaschine auf Smartphones und anderen Geräten zu bleiben – auch bei Apple, wo Google seit Jahren die vorinstallierte Suchfunktion ist. Damit wird die langfristige Verankerung von Google auf Geräten unterbrochen und Wettbewerb ermöglicht. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Wettbewerb im Bereich der generativen KI. Durch die jährliche Neuausschreibung erhalten neue und schnell wachsende KI-Unternehmen eine echte Chance, sich für die Rolle als Standard-Suchmaschine zu bewerben. Dies könnte die Innovationsdynamik im Bereich der KI-Suche beschleunigen und die Abhängigkeit von Google verringern. Die Entscheidung ergänzt eine frühere Anordnung aus September, die Google verpflichtete, bestimmte Daten über seine Suchalgorithmus-Rangfolgen an Konkurrenten weiterzugeben. Obwohl Google weiterhin Gerätehersteller für die Platzierung als Standard-Suchmaschine bezahlen darf, wird diese Möglichkeit durch die jährliche Neukontraktierung stark eingeschränkt. Langfristige Verträge, die bisher das Fundament für Googles Marktmacht bildeten, sind damit nicht mehr möglich. Die Entscheidung stellt eine der größten antitrust-bezogenen Herausforderungen für Google seit Jahren dar und könnte weitreichende Auswirkungen auf die digitale Ökonomie haben. Die Justizabteilung der USA und Google äußerten sich zunächst nicht zu dem Urteil. Experten gehen jedoch davon aus, dass Google möglicherweise Berufung einlegen wird. Die Entscheidung könnte sich als Wendepunkt für den digitalen Wettbewerb erweisen – besonders im Zeitalter der KI, wo Zugang zu Standard-Platzierungen entscheidend für Markteintritt und Reichweite ist.

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