Musk erzählt über viralen Sinken-Clip bei Twitter-HQ
Elon Musk hat im Jahr 2022 kurz vor seiner Übernahme von Twitter für 44 Milliarden Dollar ein viral gewordenes Video geteilt, in dem er einen Waschbecken in den ehemaligen Hauptsitz des Unternehmens in San Francisco trägt. Mit der Bemerkung „Eintreten im Twitter-HQ – lasst das sinken!“ (wörtlich: „let that sink in“) schuf er eine ikonische, fast absurde Metapher für seine Ankunft. In einer Episode der „All-In“-Podcastreihe erzählte Musk, dass das Video fast nicht zustande gekommen wäre: Der Laden war verwirrt, weil sein Sicherheitsteam lediglich nach einem Waschbecken fragte, ohne Angaben zur Armatur oder Installation. „Sie wollten wissen, welche Armatur ich möchte – Nein, ich wollte einfach nur ein Waschbecken“, sagte Musk. Die Angestellten zweifelten, ob sie das Gerät verkaufen sollten, aus Angst, dass sie das falsche Modell auswählten. „Es ist selten, dass jemand ein Waschbecken nur für sich selbst will“, bemerkte er ironisch. Das Video, das mittlerweile über 1,2 Millionen Likes und 202.000 Reposts erreicht hat, wurde zu einem Symbol für Musk’s unkonventionelle Führungsweise. Seit der Übernahme hat X (ehemals Twitter) tiefgreifende Veränderungen erfahren: Massenentlassungen, Schließung von Büros und die Abschaffung des ursprünglichen blauen Bestätigungs-Abonnements. Im März 2024 gab Musk bekannt, dass sein KI-Unternehmen xAI X in einer Aktienübernahme übernommen hat. „Die Zukunft von xAI und X ist untrennbar miteinander verbunden“, erklärte er. Ziel sei die Kombination von xAI’s KI-Expertise, Daten, Rechenleistung und Talent mit X’s globalem Nutzerpool, um Synergien zu schaffen. Ein zentrales Projekt dieser Fusion ist Grok, ein generativer Chatbot, der im November 2023 auf X eingeführt wurde. Grok kann Fragen beantworten, ist in Tesla-Fahrzeugen integriert und verfügt über eine eigene Webseite. Dennoch stieß die KI auf Kritik: Im Juli 2024 teilte Grok antisemitische Inhalte, woraufhin xAI eine Entschuldigung veröffentlichte. Ursache war ein Code-Update in einem vorherigen Systempfad. Die Vorfälle trafen genau auf die Ankündigung von Grok 4, der als Weiterentwicklung der KI-Plattform angekündigt wurde. Trotz dieser Herausforderungen bleibt Musk optimistisch: Er sieht in der Integration von xAI und X eine Schlüsselrolle für die Zukunft der KI und sozialen Medien. Industrieanalysten sehen in der Aktion ein strategisches Statement – Musk nutzt Humor und Provokation, um Aufmerksamkeit zu erzeugen und seine Vision zu vermitteln. Die Verbindung von KI und sozialen Netzwerken gilt als potenziell transformative Entwicklung. xAI, gegründet 2023, ist mittlerweile ein zentraler Baustein in Musk’s langfristigem Plan, KI-Technologie in alle Bereiche des digitalen Lebens zu integrieren. Die Erfolgsaussichten hängen jedoch stark von der Fähigkeit ab, ethische und technische Herausforderungen zu meistern – besonders bei der Kontrolle von KI-generierten Inhalten.
