Cyber-Startup will gegen gefährliche KI ankämpfen
Der ehemalige Google-Mitarbeiter und Gründer von Mandiant, Kevin Mandia, hat erneut ein neues Cyber-Startup gegründet, das sich der wachsenden Bedrohung durch künstliche Intelligenz (KI) im Bereich der Cybersicherheit widmet. Mit der Gründung von Palo Alto Networks’ neuer KI-Sicherheitsplattform – die unter dem Namen “Cyber AI” bekannt geworden ist – will Mandia die Balance zwischen Angriff und Verteidigung im digitalen Raum wiederherstellen. Sein Ziel: KI-Technologien, die bisher vor allem von Angreifern genutzt werden, um Systeme zu infiltrieren, zu stören oder sensible Daten zu stehlen, nun gezielt für die Verteidigung einzusetzen. Die Bedrohung durch KI im Cyberspace hat in den letzten Jahren massiv zugenommen. Angreifer nutzen künstliche Intelligenz, um beispielsweise Phishing-Nachrichten personalisierter und überzeugender zu gestalten, Schwachstellen in Software schneller zu identifizieren oder Angriffe in Echtzeit anzupassen. Gleichzeitig fehlt es vielen Unternehmen an der nötigen Reaktionsgeschwindigkeit und analytischen Tiefe, um solche Angriffe zu erkennen und abzuwehren. Genau hier setzt das neue Startup an. Die Plattform nutzt KI, um Muster in riesigen Datenmengen zu erkennen, Anomalien in Echtzeit zu identifizieren und automatisiert auf Bedrohungen zu reagieren – alles in Bruchteilen von Sekunden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Sicherheitslösungen, die auf vordefinierten Regeln basieren, lernt die KI-Plattform kontinuierlich aus neuen Angriffsvektoren und passt sich dynamisch an. So kann sie beispielsweise unerkannte Malware entdecken, bevor sie Schaden anrichtet, oder Angriffe anhand von Verhaltensmustern von Benutzern und Systemen identifizieren, die von menschlichen Analysten übersehen werden. Zudem arbeitet das Team eng mit der US-Regierung und globalen Unternehmen zusammen, um kritische Infrastrukturen zu schützen. Mandia, der 2004 die Firma Mandiant gründete – die 2013 von Google übernommen und 2022 für 5,4 Milliarden US-Dollar an FireEye verkauft wurde – bringt tiefes Fachwissen und eine beeindruckende Erfolgsbilanz mit. Sein neues Unternehmen steht für eine neue Ära der proaktiven Cybersicherheit, in der KI nicht mehr nur als Werkzeug des Angriffs, sondern als entscheidender Verteidigungspartner gilt. Industrieanalysten sehen in dem Start-up eine Antwort auf eine drängende Herausforderung. „Die KI-Revolution im Cyberspace ist nicht aufzuhalten – aber sie kann auch für die Verteidigung genutzt werden“, sagt ein Experte von Gartner. „Mandias neues Projekt ist ein Meilenstein, weil es zeigt, dass KI-geführte Sicherheit nicht nur möglich, sondern notwendig ist.“ Palo Alto Networks, der Mutterkonzern, der die Plattform entwickelt, positioniert sich damit als Vorreiter im Bereich künstlich intelligenter Cybersicherheit. Die Firma hat in den letzten Jahren massiv in KI-Forschung investiert und baut ein globales Netzwerk von Sicherheitsexperten und Datensammlern auf, um die KI-Modelle ständig zu trainieren. Die neue Lösung ist bereits in mehreren großen Unternehmen im Einsatz – darunter Banken, Energieversorger und staatliche Institutionen. Insgesamt markiert der Schritt von Kevin Mandia eine Wende: KI, die einst als Waffe des Angriffs galt, wird nun in die Hände der Verteidigung gegeben. Die Zukunft der Cybersicherheit könnte nicht mehr ohne KI auskommen – und Mandia will sicherstellen, dass sie auf der richtigen Seite steht.
