Nvidia-Aktie sinkt nach Investitionsbericht mit OpenAI
Nvidia-Aktien sind am Montag nach einem Bericht zurückgegangen, der besagte, dass die geplante Investition in OpenAI ins Stocken geraten sei. Der Markt reagierte skeptisch, obwohl Nvidia-Chef Jensen Huang über das Wochenende eine klare Stellungnahme abgab. Er wies jegliche Gerüchte über Unzufriedenheit mit OpenAI entschieden zurück und nannte sie „Nonsens“. Gleichzeitig betonte er, dass die Investition zwar nicht über 100 Milliarden Dollar hinausgehen werde, aber dennoch „eine riesige Summe“ sein werde – möglicherweise die größte, die Nvidia je getätigt habe. „Ich glaube an OpenAI, die Arbeit, die sie leisten, ist unglaublich. Sie sind eine der bedeutendsten Unternehmen unserer Zeit“, sagte Huang, während er gleichzeitig seine positive Zusammenarbeit mit OpenAI-Chef Sam Altman hervorhob. Laut Bloomberg erklärte Huang, dass Altman die aktuelle Finanzrunde abschließe und Nvidia definitiv daran beteiligt sei. Die Verkündung, dass die Investition nicht wie erwartet in vollem Umfang vorankommt, führte jedoch zu Verunsicherung bei Anlegern. Obwohl Huang die strategische Bedeutung der Partnerschaft unterstrich, blieb die Unsicherheit über den konkreten Investitionsbetrag und die zeitliche Planung. In der Vergangenheit hatte Nvidia bereits erhebliche Ressourcen in die Entwicklung von KI-Hardware und -Software für OpenAI eingebracht, insbesondere durch die Lieferung von H100- und später A100- und H200-Chips. Diese technologische Symbiose gilt als entscheidender Treiber für den Erfolg beider Unternehmen. Der Rückgang der Aktie spiegelt die Marktreaktion auf die Unsicherheit wider, ob die Partnerschaft weiterhin die gleiche Dynamik behält wie in den vergangenen Jahren. Investoren befürchten, dass ein langsamerer oder geringerer Investitionszuwachs die langfristige Wachstumsaussicht von Nvidia beeinträchtigen könnte, insbesondere angesichts der zunehmenden Konkurrenz durch AMD und Intel im KI-Chip-Sektor. Zudem steht die gesamte KI-Boom-Logik stark auf dem Rücken von Nvidia, und jede Abkühlung in den strategischen Allianzen wird kritisch bewertet. Industrieanalysten sehen die aktuelle Situation als vorübergehende Verunsicherung. „Die Beziehung zwischen Nvidia und OpenAI bleibt strategisch unverzichtbar“, sagt ein Experte von Bernstein Research. „Auch wenn die Investition nicht sofort in der erwarteten Höhe erfolgt, ist die technologische Abhängigkeit beider Unternehmen zu groß, um eine Trennung in Betracht zu ziehen.“ Nvidia bleibt weiterhin der dominierende Anbieter von KI-Chips, während OpenAI auf die leistungsstarken GPUs angewiesen ist, um seine Modelle wie GPT-4 und GPT-5 weiterzuentwickeln. Insgesamt bleibt die Partnerschaft zwischen Nvidia und OpenAI ein zentraler Hebel für beide Unternehmen. Die kurzfristige Aktienkorrektur dürfte sich wahrscheinlich rasch wieder ausgleichen, solange die technologische Zusammenarbeit unverändert fortgesetzt wird. Die Marktteilnehmer werden weiterhin auf Details zur Finanzierung und zum Zeitplan achten, doch die grundsätzliche strategische Ausrichtung bleibt stabil.
