Northwestern Medicine integriert erstmals KI-Coach David in EHR-System
Northwestern Medicine hat sich als erstes Gesundheitssystem in den USA darauf eingestellt, Tempus’ klinischen KI-Partner David in seine elektronische Gesundheitsakte (EHR) zu integrieren. Die Innovation ermöglicht Ärztinnen und Ärzten, in Echtzeit personalisierte, datengestützte Entscheidungshilfen zu erhalten, während sie Patienten behandeln. David, ein generativer KI-Coach, analysiert umfassende klinische Daten – darunter medizinische Geschichte, Genomik, Bildgebung und Behandlungsverläufe – und generiert präzise, kontextbezogene Empfehlungen direkt innerhalb der EHR-Plattform. Die Integration erfolgt nahtlos in die bestehende Arbeitsabfolge der Kliniker, ohne zusätzliche Schritte oder Systemwechsel. Das Projekt ist Teil einer erweiterten Zusammenarbeit zwischen Northwestern Medicine und Tempus, die bereits seit mehreren Jahren auf der Nutzung von Big Data und künstlicher Intelligenz zur Verbesserung der Krebsbehandlung und der personalisierten Medizin basiert. Mit der Einführung von David geht die Partnerschaft nun einen entscheidenden Schritt weiter: Die KI wird nicht mehr nur für Forschung oder Analyse genutzt, sondern aktiv in den klinischen Alltag eingebunden. Kliniker können beispielsweise sofortige Vorschläge für Therapieoptionen, relevante klinische Studien oder potenzielle Risiken erhalten – alle auf Basis aktueller, individueller Patientendaten. Die Implementierung ist Teil eines umfassenden Transformationsprozesses innerhalb von Northwestern Medicine, der darauf abzielt, die Effizienz der Versorgung zu steigern, Behandlungsfehler zu reduzieren und die Patientensicherheit zu erhöhen. Durch die automatisierte Analyse großer Datenmengen kann David auch zeitintensive Aufgaben wie die Zusammenfassung von Patientenakten oder die Erstellung von klinischen Berichten unterstützen, wodurch Ärztinnen und Ärzte mehr Zeit für direkte Patienteninteraktionen gewinnen. Die Einführung von David wurde in mehreren Pilotphasen getestet, wobei positive Rückmeldungen von Klinikern hervorgehoben wurden, die die intuitive Benutzeroberfläche und die präzise Relevanz der KI-Empfehlungen lobten. Die Gesundheitsorganisation betont, dass die KI als „Partner“ fungiert, nicht als Ersatz für medizinisches Urteil. Alle Empfehlungen werden transparent dokumentiert und können von Ärzten geprüft und angepasst werden. Industriebeobachter sehen in der Initiative einen Meilenstein für die praktische Anwendung von generativer KI in der Medizin. Experten unterstreichen, dass die Integration von KI direkt in die EHR – statt in separaten Tools – entscheidend für Akzeptanz und Wirksamkeit ist. Tempus, ein führender Anbieter von KI-Lösungen in der Onkologie, hat sich mit dieser Entwicklung weiterhin als Pionier im Bereich datengetriebener Gesundheitsversorgung etabliert. Die Kooperation mit Northwestern Medicine unterstreicht nicht nur technologische Führungsrolle, sondern auch die Fähigkeit, KI-Systeme in komplexe klinische Umgebungen zu integrieren. Die Erfahrungen aus diesem Pilotprojekt könnten zukünftig als Modell für andere Gesundheitssysteme dienen und den Weg für eine breitere Einführung klinischer KI-Partner in der US-amerikanischen Medizin ebnen.
