KI-Technologie von Hologic entdeckt ein Drittel bisher falsch negativer Brustkrebsfälle
Hologic hat in einer umfassenden Studie mit 7.500 Mammographie-Untersuchungen gezeigt, dass ihre künstliche Intelligenz (KI)-basierte Mammographietechnologie bei einem Drittel der Brustkrebsfälle, die ursprünglich als negativ bewertet wurden, eine zuvor übersehene Erkrankung erkannte. Die Studie unterstreicht das enorme Potenzial von KI-Systemen, die Genauigkeit der Früherkennung von Brustkrebs zu steigern, insbesondere bei subtilen oder schwer erkennbaren Tumoren. Die Analyse wurde an einer großen Gruppe von Patientinnen durchgeführt, bei denen die Mammographien zunächst von radiologischen Fachkräften ohne Hinweis auf Malignität bewertet wurden. Mit der Unterstützung der Hologic-Plattform, die auf maschinellem Lernen basiert, wurden erhebliche Anomalien identifiziert, die zuvor übersehen worden waren – darunter auch frühe Stadien von Krebs, die bei einer früheren Diagnose eine bessere Prognose ermöglicht hätten. Die KI-Technologie von Hologic, die in der „Autoflate“- und „Selenia Dimensions“-Mammographiegeräten integriert ist, nutzt tiefes Lernen, um Muster in Bilddaten zu erkennen, die menschliche Augen möglicherweise übersehen. Sie analysiert nicht nur die Struktur der Brustgewebe, sondern berücksichtigt auch Veränderungen in der Dichte, Form und Verteilung von Mikroverkalkungen, die typische Frühzeichen für Krebs sein können. In der Studie führte die KI-Unterstützung zu einer signifikanten Reduktion der falsch-negativen Ergebnisse – also Fällen, bei denen Krebs vorlag, aber nicht erkannt wurde. Dies ist besonders kritisch, da verpasste Diagnosen zu verzögerten Behandlungen und schlechteren Prognosen führen können. Die Ergebnisse unterstreichen, dass KI-Systeme nicht als Ersatz für Radiologen, sondern als leistungsstarkes Assistenzwerkzeug dienen sollten. Sie erhöhen die Sensitivität der Bildinterpretation, ohne die Arbeitsbelastung der Ärzte zu erhöhen. Hologic betont, dass die Technologie bereits in Kliniken weltweit eingesetzt wird und sich in klinischen Praxen als zuverlässig und integrierbar erwiesen hat. Die Studie wurde unabhängig von unabhängigen Forschungsinstituten überprüft und ist ein weiterer Meilenstein in der Digitalisierung der Onkologie-Diagnostik. Branchenexperten begrüßen die Entwicklung als bedeutenden Fortschritt im Bereich der Früherkennung. „Diese Studie zeigt eindrucksvoll, dass KI nicht nur die Effizienz steigern, sondern auch die Lebensqualität und Überlebensraten durch frühere Diagnosen verbessern kann“, sagt Dr. Lena Müller, Radiologin am Deutschen Krebsforschungszentrum. „Die Integration von KI in die Routineuntersuchung könnte ein Paradigmenwechsel in der Brustkrebsvorsorge sein.“ Hologic, ein führender Anbieter von medizinischen Geräten für Frauenheilkunde und Diagnostik, hat in den letzten Jahren erheblich in KI-Forschung und -Entwicklung investiert. Die Firma positioniert sich damit als Vorreiter in der digitalen Transformation der Frauenmedizin und setzt auf eine Kombination aus technologischer Innovation und klinischer Relevanz. Die Ergebnisse der Studie könnten zudem die Diskussion um die Zulassung und Versicherungspflicht von KI-Unterstützungssystemen in der Mammographie weiter vorantreiben.
