Meta schließt AI-Lizenzverträge mit CNN, Fox News und USA Today ab
Meta hat eine Reihe neuer kommerzieller Lizenzvereinbarungen mit Nachrichtenverlagen geschlossen, um seinen KI-Chatbot Meta AI mit aktueller, globaler und unterhaltsamer Nachrichteninhalte zu versorgen. Ab Freitag können Nutzer von Meta AI nun Antworten zu Nachrichtenthemen erhalten, die aus Quellen wie CNN, Fox News, USA Today, People Inc., dem Le Monde-Verlag, The Daily Caller und The Washington Examiner stammen. Die Informationen werden mit direkten Links zu den Originalartikeln geliefert, sodass Nutzer die Inhalte direkt auf den Websites der Medienunternehmen weiterverfolgen können. Ziel ist es, Meta AI zu verbessern, indem es aktueller, genauer und ausgewogener wird, insbesondere bei der Berichterstattung über aktuelle Ereignisse, die traditionelle KI-Systeme oft nicht schnell genug aufgreifen können. Die Partnerschaften sind Teil einer strategischen Wende bei Meta, das sich zunehmend auf KI konzentriert. Nachdem das Unternehmen 2022 die Zahlungen an Nachrichtenverlage eingestellt und 2024 den „News“-Tab auf Facebook abgeschaltet hatte, kehrt es nun mit neuen Lizenzmodellen zurück. Der Schritt erfolgt im Kontext einer wachsenden Rechtsunsicherheit: Verlage wie die New York Times haben gegen KI-Unternehmen wie Perplexity Klage wegen Urheberrechtsverletzungen eingereicht, da deren Systeme Inhalte ohne Genehmigung nutzen. Auch OpenAI steht vor Klagen, darunter einer der New York Times, obwohl es bereits Vereinbarungen mit Publikationen wie The Wall Street Journal, Financial Times und Vox Media (The Verge) geschlossen hat. Meta betont, dass die neuen Partnerschaften dazu dienen sollen, eine breite Palette an Meinungen und Inhaltsarten bereitzustellen. Die Zusammenarbeit mit Le Monde und den US-amerikanischen Medienunternehmen soll Meta AI international stärken. Die KI ist bereits in über 200 Ländern über Apps wie Facebook, Instagram, WhatsApp und Messenger sowie über die eigenständige Meta AI-App verfügbar. USA Today Co. begrüßt die Kooperation als strategisch wichtig und unterstreicht den Wert seiner Archiv- und Echtzeitinhalte. CEO Mike Reed sieht darin ein Beispiel für verantwortungsvolles Zusammenarbeiten zwischen qualitativ hochwertiger Journalismus und der digitalen Informationslandschaft. Die Vertragsbedingungen wurden nicht offengelegt. Die Entwicklung zeigt, wie Medienunternehmen und Tech-Riesen zunehmend auf Lizenzmodelle setzen, um von der KI-Revolution zu profitieren, ohne rechtliche Risiken einzugehen. Für Meta ist die Partnerschaft auch eine Antwort auf wachsende Konkurrenz im KI-Bereich – insbesondere nach der enttäuschenden Reaktion auf die Einführung von Llama 4. Durch die Integration vielfältiger Nachrichtenquellen will Meta Nutzer an seine Plattformen binden und seine KI-Plattform attraktiver machen. Die Zusammenarbeit mit USA Today und anderen Verlagen soll nicht nur die Inhaltsqualität steigern, sondern auch neue Lesergruppen erreichen und den Medienunternehmen neue Reichweite bieten.
