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Ex-Googles-Chef Schmidt-Unternehmen verhandelt mit Google über Großdatenzentrum in Texas

Das in letzter Zeit stark wachsende Interesse der Technologiebranche an künstlicher Intelligenz (KI) treibt die Planung riesiger Datenzentren in Texas voran. Bolt Data and Energy, ein 2023 von Ex-Googles-Chef Eric Schmidt gegründetes Unternehmen, befindet sich derzeit in Verhandlungen mit Google über ein großes Projekt im Westen des Bundesstaates. Laut zwei mit den Gesprächen vertrauten Quellen erwägt Google eine Investition von 250 Megawatt in das geplante Datenzentrum, das zunächst mit einem 250-Megawatt-Standort beginnen und in Schritten von jeweils 250 bis 500 Megawatt bis zu einem insgesamt 5-Gigawatt-Komplex ausgebaut werden soll. Obwohl die Verhandlungen noch im Frühstadium sind und die genaue Größe des Projekts unklar bleibt, deutet die Zusammenarbeit auf eine enge strategische Verbindung zwischen Schmidt und seinem ehemaligen Arbeitgeber hin. Google bestätigte gegenüber Business Insider keine Angaben zu Gerüchten und verweigerte jegliche Stellungnahme. Bolt hat bereits im Dezember eine erste Finanzierungsrunde mit 150 Millionen US-Dollar abgeschlossen, darunter 50 Millionen von der Texas Pacific Land Corporation (TPL), die große Landflächen im Westen von Texas besitzt. Als Gegenleistung wird Bolt auf TPL-Gebiet Datenzentren errichten, die dank der vorhandenen Infrastruktur Zugang zu ausreichend Strom und Wasser für die Kühlung erhalten – zwei entscheidende Ressourcen, die durch die rasante Ausweitung der Datenzentrenbranche zunehmend knapp werden. Die Pläne von Bolt sind Teil eines größeren Trends: Mehrere große Unternehmen, darunter Fermi (gegründet von ehemaligen Politikern wie Rick Perry) und Amazon, haben ähnliche Projekte in Texas angekündigt. Allerdings zeigt die Rücknahme einer 150-Millionen-Dollar-Zahlung durch Amazon für ein Projekt von Fermi, dass die Finanzierung solcher Vorhaben mit erheblichen Risiken verbunden ist. Die Rückzahlung führte zu einem Einbruch des Unternehmenswertes um 50 %. Auch andere Großprojekte stoßen auf Hindernisse. Banken, die 38 Milliarden US-Dollar für Datenzentren von Oracle und OpenAI in Texas und Wisconsin bereitgestellt haben, haben Schwierigkeiten, Anteile an diesen Krediten weiterzuverkaufen, was auf Bedenken hindeutet, ob Oracle durch seine massiven KI-Investitionen finanziell belastet wird. Um diese Sorgen zu mildern, kündigte Oracle an, bis 2026 bis zu 50 Milliarden US-Dollar an Schuld- und Eigenkapital aufzubringen, um gleichzeitig eine solide Bilanz zu wahren. Alphabet, Google-Elternunternehmen, hat im vierten Quartal 2023 angekündigt, 2026 zwischen 175 und 185 Milliarden US-Dollar für Investitionen auszugeben – fast doppelt so viel wie 2025 – hauptsächlich für KI-Infrastruktur. Auch Amazon gab an, allein 2024 200 Milliarden US-Dollar für KI-Ausbau auszugeben. Industrieanalysten sehen in diesen Entwicklungen ein Zeichen für eine strukturelle Transformation der Technologiebranche. Die Investitionen sind nicht nur ein Wettlauf um technologische Überlegenheit, sondern auch eine strategische Auseinandersetzung um Energie, Land und Finanzierung. Die Herausforderung liegt darin, die immense Nachfrage nach Rechenleistung zu decken, ohne die Infrastruktur und die Umwelt zu überlasten. Schmidt, der mit Bolt eine neue Phase seiner Karriere eingeläutet hat, positioniert sich damit als zentraler Akteur in der neuen Ära der Datenzentren – mit Google als potenziellem Partner, der die Visionen der KI-Revolution vorantreibt.

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