Nvidia stellt RTX Pro 5000 72GB mit 50 % mehr VRAM vor
Nvidia hat mit der Einführung der RTX Pro 5000 72GB eine neue Spezialversion seiner Blackwell-Architektur vorgestellt, die gezielt auf die steigende Nachfrage nach leistungsstarken AI-Workloads abzielt. Die GPU verfügt über 72 GB GDDR7-Speicher – eine Erhöhung um 50 % gegenüber der Standardversion der RTX Pro 5000 mit 48 GB. Dieser erhebliche Speicherzuwachs ist entscheidend für den Betrieb großer KI-Modelle, die oft an die Grenzen der verfügbaren VRAM stoßen. Die RTX Pro 5000 72GB basiert auf dem gleichen GB202-Chip wie die GeForce RTX 5090 und die RTX Pro 6000, nutzt jedoch nur 110 von maximal 192 Streaming Multiprocessors (SMs), was einer Auslastung von etwa 57 % entspricht. Trotz der erhöhten Speicherkapazität bleibt die Leistungsaufnahme bei 300 Watt und wird über einen 16-Pin-Stecker versorgt. Der Dual-Slot-Blower-Kühler ermöglicht eine kompakte Integration, wodurch bis zu vier dieser GPUs in einem Server- oder Workstation-System betrieben werden können – ein entscheidender Vorteil für skalierbare KI-Infrastrukturen. Technisch bleibt die GPU nahezu identisch mit der Standardversion: Boost-Takt bei 2.617 MHz, 14.080 Shader-Einheiten, 440 Tensor-Kerne und 110 Ray-Tracing-Kerne. Die Speicherbandbreite liegt bei 1.344 GB/s, die L2-Cache-Kapazität bei 96 MB. Die hohe Speicherkapazität und die effiziente Architektur machen die Karte besonders geeignet für Training und Inferenz großer Sprach- und Bildmodelle, wo große Gewichtsmatrizen in den Speicher passen müssen. Im Vergleich zur RTX Pro 6000 (96 GB, 600 W) bietet die 72GB-Version eine kompaktere, energieeffizientere Alternative mit deutlich geringerem Preisniveau. Nvidia hat noch keine offiziellen Angaben zu Release-Datum und Preis gemacht. Die Standard-RTX Pro 5000 liegt zwischen 4.400 und 7.500 US-Dollar, wobei die 72GB-Variante mit einem Preisaufschlag von 20 bis 25 % zu rechnen ist – also bei etwa 5.300 bis 9.400 US-Dollar. Damit positioniert sich die Karte strategisch als Mittelklasse-Option zwischen der leistungsstarken, aber teuren RTX Pro 6000 und der günstigeren, aber speicherlimitierten RTX Pro 5000. Dies ist ein klares Zeichen dafür, dass Nvidia die KI-Infrastruktur-Marktsegmente fein abzustufen beginnt, um sowohl Enterprise-Kunden als auch mittelgroße Forschungseinrichtungen zu bedienen. Industrieanalysten sehen in der RTX Pro 5000 72GB eine kluge Marktbewegung. „Nvidia nutzt die Blackwell-Architektur, um die Speicherkapazität gezielt zu erhöhen, ohne die Leistung oder Effizienz zu opfern“, sagt ein Experte von TechInsights. „Das schafft eine kosteneffiziente Brücke für Kunden, die nicht die 10.000-Dollar-RTX Pro 6000 brauchen, aber mehr Speicher als die Standardversion benötigen.“ Die Karte unterstreicht zudem Nvidias dominierende Rolle im KI-Hardware-Markt, wo die GPU-Verfügbarkeit oft die Geschwindigkeit von KI-Entwicklung bestimmt. Mit der Einführung der 72GB-Variante setzt Nvidia weiter auf die Skalierbarkeit und Spezialisierung – ein entscheidender Faktor, um die wachsende Nachfrage nach KI-Infrastruktur zu befriedigen.
