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Databricks-Chef: AGI ist bereits da, Superintelligenz ist überflüssig

Databricks-Chef Ali Ghodsi behauptet, dass künstliche allgemeine Intelligenz (AGI) bereits existiert, die Technologiebranche aber die Ziele ständig verschiebe. Auf der Goldman Sachs-Tagung Communicopia + Technology im September erklärte er, dass AI-Chatbots bereits die ursprüngliche Definition von AGI erfüllen – nämlich menschenähnliches Schlussfolgern. „Jeder würde ja sagen, dass es AGI ist, aber wir verschieben ständig die Zielmarke“, sagte Ghodsi. Mit der Erreichung von AGI sei nun der Fokus auf „Superintelligenz“ verlegt worden, also auf Systeme, die menschliche Intelligenz deutlich übersteigen. Doch Ghodsi betont, dass derzeitige Methoden weit davon entfernt seien, solche Systeme zu realisieren. Er kritisiert, dass die Fixierung auf Superintelligenz „verfehlt“ sei, da Unternehmen eigentlich keine übermenschlichen Systeme brauchen, sondern funktionierende, automatisierbare Agenten – und dafür reiche AGI bereits aus. „Wir brauchen nur die langweilige Arbeit zu erledigen“, so Ghodsi. Die San-Francisco-basierte Databricks hat im September eine Milliardenfinanzierung abgeschlossen und erreichte eine Bewertung von über 100 Milliarden Dollar. Ghodsi sieht zudem eine Verlangsamung der Fortschritte bei großen KI-Modellen. Die klassischen Skalierungsgesetze, die die letzten Jahre vorangetrieben haben, seien „erschöpft“. Neue Modelle wie GPT-5 oder Claude 4 brächten keine bahnbrechenden Verbesserungen mehr. „Es wird immer schwieriger, Wert aus dem nächsten riesigen vortrainierten Modell zu ziehen“, sagte er. Die Debatte um Superintelligenz spaltet die Branche. Microsofts AI-Chef Mustafa Suleyman bezeichnet Superintelligenz als „Anti-Ziel“ und spricht sich für eine „humanistische Superintelligenz“ aus – eine Technologie, die menschliche Werte und Interessen im Zentrum hat. Im Gegensatz dazu verfolgt OpenAI-Chef Sam Altman weiterhin das Ziel, über AGI hinauszugehen. Er sieht Superintelligenz als Schlüssel für beschleunigte wissenschaftliche Entdeckungen und eine massive Steigerung von Wohlstand. Altman glaubt, dass die Branche bis 2030 Superintelligenz erreichen wird. Auch Google DeepMind-Gründer Demis Hassabis geht von einer möglichen Ankunft von AGI innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre aus, wenn KI-Systeme die Welt tiefgreifend und nuanciert verstehen und in den Alltag integriert sind. Die Aussagen von Ghodsi stellen eine kritische Gegenstimme dar: Während viele Tech-Führer auf Superintelligenz setzen, argumentiert er, dass die Realität bereits über der theoretischen Zielmarke liegt – nur wird sie nicht anerkannt. Die Branche müsse sich weniger auf Spekulationen über die Zukunft konzentrieren und mehr auf die praktische Umsetzung von AGI in der Praxis.

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