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Amazon plant Marktplatz für Medieninhalte an AI-Unternehmen

Amazon könnte in Kürze einen Marktplatz für Medieninhalte launchen, auf dem Verlage ihre Inhalte direkt an KI-Unternehmen lizenzieren können. Dieser Schritt soll die rechtlich umstrittene Praxis beenden, bei der KI-Modelle oft ohne ausdrückliche Genehmigung urheberrechtlich geschützte Texte aus dem Internet für das Training nutzen. In den vergangenen Monaten waren zahlreiche Klagen gegen Tech-Riesen wie OpenAI, Meta und Google eingereicht worden, die behaupteten, dass ihre Inhalte ohne Zustimmung verwendet wurden. Jetzt versucht Amazon, mit einer strukturierten Lösung Abhilfe zu schaffen. Laut dem Information-Bericht hat das Unternehmen bereits Gespräche mit Verlagsvertretern geführt und vor einer AWS-Konferenz für Medienunternehmen Präsentationsfolien verteilt, die einen solchen Marktplatz erwähnen. Obwohl Amazon keine offizielle Bestätigung gab, bestätigte ein Sprecher, dass man langfristige Partnerschaften mit Verlagen in Bereichen wie AWS, Werbung und KI pflege – ohne jedoch konkrete Details zum geplanten Projekt zu nennen. Dieser Ansatz folgt bereits etablierten Modellen: Microsoft hat kürzlich seinen „Publisher Content Marketplace“ (PCM) eingeführt, der Verlagen eine neue Einnahmequelle bietet, während KI-Systeme Zugang zu hochwertigen, lizenzierten Inhalten erhalten. Der PCM soll Transparenz und faire Entgelte für Inhalte gewährleisten. Auch OpenAI hat bereits Lizenzverträge mit großen Medienhäusern wie der Associated Press, Vox Media, News Corp und The Atlantic abgeschlossen – doch diese Einzelabkommen reichen offenbar nicht aus, um die rechtlichen und wirtschaftlichen Unsicherheiten zu beseitigen. Für Verlage ist der Amazon-Marktplatz potenziell eine attraktive Alternative. Sie befürchten, dass KI-generierte Inhalte, insbesondere Google-Summarien in Suchergebnissen, den Traffic zu ihren Websites drastisch reduzieren. Eine Studie zeigte, dass solche Zusammenfassungen den Klicks auf Originalartikel erheblich schaden können. Ein Marktplatz, der auf breiter Basis Inhalte lizenzieren lässt, könnte daher eine nachhaltigere und skalierbare Einkommensquelle darstellen, besonders wenn die Nutzung von KI-Systemen weiter wächst. Industrieanalysten sehen in der Entwicklung eine Reaktion auf wachsenden Druck von Verlagen und Gerichten. „Amazon könnte hier einen führenden Platz einnehmen, wenn es eine einfache, transparente und fair gehandelte Plattform schafft“, sagt ein Branchenexperte. „Das würde nicht nur Rechtsunsicherheit verringern, sondern auch Verlagen helfen, ihre Inhalte wertvoller zu machen.“ Mit seiner riesigen Infrastruktur und seinem Einfluss im Cloud- und E-Commerce-Bereich ist Amazon gut positioniert, um eine solche Plattform zu etablieren – vorausgesetzt, es gelingt, das Vertrauen der Medien zu gewinnen und faire Lizenzmodelle zu entwickeln.

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