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OpenAI investiert in Altman-Startup Merge Labs für Hirnschnittstelle

OpenAI hat in einer weiteren runden, zirkulären Investition in Sam Altman’s neues Hirn-Computer-Schnittstellen-Startup Merge Labs investiert. Das Unternehmen, das sich als „Forschungslabor“ versteht, das biologische und künstliche Intelligenz verbinden will, trat am Donnerstag aus dem Verborgenen mit einer unbekannten Seed-Runde von insgesamt 250 Millionen US-Dollar auf, bei der OpenAI den größten einzelnen Betrag beisteuerte. Die Bewertung lag bei 850 Millionen Dollar. Merge Labs will nach eigenen Angaben nicht-invasiv arbeiten, indem es neue Technologien entwickelt, die Neuronen mittels Molekülen und tiefreichenden Moden wie Ultraschall ansprechen, anstatt herkömmliche Elektroden zu verwenden. Ziel ist es, menschliche Fähigkeiten zu erweitern, verlorene Funktionen wiederherzustellen und die Verbindung zwischen Menschen und KI zu vertiefen. Die Initiative verstärkt die Konkurrenz zwischen Altman und Elon Musk, dessen Unternehmen Neuralink bereits implantierbare Chips entwickelt, die durch invasive Chirurgie eingeführt werden müssen. Neuralink erreichte im Juni 2025 mit einer Serie-E-Finanzierung von 650 Millionen Dollar eine Bewertung von 9 Milliarden Dollar. Während Neuralink medizinische Anwendungen für gelähmte Patienten im Fokus hat, zielt Merge Labs stärker auf die Erweiterung menschlicher Fähigkeiten ab – ein klassisches Silicon-Valley-Paradigma, das die Verschmelzung von Mensch und Maschine als Zukunftsvision sieht. OpenAI begründete die Investition mit der Überzeugung, dass Hirn-Computer-Schnittstellen (BCIs) eine neue Ära der Interaktion mit Technologie eröffnen. In einem Blogbeitrag betonte das Unternehmen, dass BCIs eine natürliche, menschenzentrierte Schnittstelle zu KI darstellen und die Art und Weise verändern könnten, wie wir lernen, kommunizieren und mit Systemen interagieren. Im Rahmen der Kooperation sollen gemeinsam wissenschaftliche Grundlagenmodelle und fortschrittliche Werkzeuge entwickelt werden. Dabei wird KI nicht nur als Forschungshilfe in der Neurobiologie und Gerätetechnik eingesetzt, sondern auch als Betriebssystem, das Absichten interpretieren, sich an Individuen anpassen und mit unvollständigen oder verrauschten Signalen umgehen kann. Die Investition wirkt zirkulär: Erfolgt Merge Labs, könnte es mehr Nutzer zu OpenAI treiben, was die Rechtfertigung für die Investition stärkt. Gleichzeitig steigert sich der Wert eines Startups, das Altman selbst führt, mit Mitteln aus einem Unternehmen, das er leitet. OpenAI setzt dabei überwiegend den OpenAI Startup Fund ein, der bereits mehrere Altman-nahe Startups wie Red Queen Bio, Rain AI und Harvey finanziert hat. Zudem hat OpenAI kommerzielle Abkommen mit Unternehmen, die Altman vorsteht, darunter die Kernfusionsspezialisten Helion Energy und Oklo. Altman träumt seit 2017 von einer „Verschmelzung“ zwischen Mensch und Maschine, die er zwischen 2025 und 2075 eintreten sieht. Er sieht darin die beste Chance für die menschliche Existenz im Wettlauf mit übermächtiger KI, die er als eigenständige Spezies betrachtet. „Wir könnten entweder die biologische Startsequenz für digitale Intelligenz sein und dann aussterben, oder wir finden heraus, wie ein gelungener Merge aussieht“, schrieb er. Parallel dazu arbeitet OpenAI mit Jony Ives’ Startup io – das es 2024 übernommen hat – an einem screenlosen KI-Gerät, dessen genaue Form noch unbestätigt ist, aber Gerüchten zufolge ein Ohrgerät sein könnte. TechCrunch hat sich bei OpenAI und Merge Labs zur Stellungnahme gewandt.

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