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IBM-VC-Chefin nennt fünf Kriterien für Startup-Investitionen

Emily Fontaine, globale Leiterin des Venture-Capital-Geschäfts bei IBM, hat die fünf zentralen Kriterien offenbart, nach denen ihr Team bei der Auswahl von Startups für Investitionen vorgeht. Als Leiterin von IBM Ventures betreut sie eine globale Netzwerkstrategie, die auf die Förderung von Unternehmen aus den Bereichen Quantencomputing, Künstliche Intelligenz und Cybersicherheit abzielt. Ziel ist es, 800 Startups weltweit in diesem Jahr zu erreichen und strategisch zu unterstützen. „Unsere Mission ist klar: Enterprise-Innovation mit zukunftsweisenden Technologien beschleunigen, die echten geschäftlichen Wert liefern“, sagt Fontaine. Ihre Entscheidungsgrundlage basiert auf fünf Säulen. Erstens: Strategische Passung. IBM hat sich von einem reinen Hardware-Unternehmen zu einem Fokus auf KI und hybride Cloud weiterentwickelt. Fontaine sucht daher Startups, die mit diesen strategischen Prioritäten übereinstimmen und eine differenzierte Vision verfolgen. Sie betreibt eine eigene Fondsstrategie mit dem $500-Millionen-Enterprise-AI-Fonds, der gezielt auf Technologien abzielt, die IBM in seiner Transformation unterstützen. Zweitens: Technologie und Produktqualität. Fontaine prüft, ob die Lösung wirklich bahnbrechend ist – etwa in Bezug auf Quantenqualität oder Innovationsgrad. Es geht nicht um bloße Prototypen, sondern um bewährte, skalierbare Technologien, die einen messbaren Wettbewerbsvorteil bieten. Drittens: Markt und Wettbewerb. Ein klarer Marktplatz und ein „white space“ – also ein unbesetzter Marktbedarf – sind entscheidend. Fontaine fragt, ob das Unternehmen in einer wachsenden Branche agiert und die Chance hat, führend zu werden. Sie beachtet auch, ob externe Trends wie digitale Transformation oder regulatorische Entwicklungen die Chancen erhöhen. Vierte Säule: Team und Kapitalstruktur. Fontaine legt Wert auf hochqualifizierte Gründer mit tiefem Branchenwissen. Da IBM keine alleinige Beteiligung führt, sondern gemeinsam mit renommierten VC-Fonds investiert, ist die Kapitalstruktur (Cap Table) entscheidend. „Wer steht an der Spitze? Ist das ein Team, dem man vertrauen kann?“, fragt sie. Fünftens: Finanzielle Disziplin. Auch ambitionierte Ziele müssen realistisch sein. Fontaine prüft, ob Startups klare, erreichbare Meilensteine setzen und skalierbare Geschäftsmodelle haben. Langfristige Nachhaltigkeit steht im Fokus, nicht nur schnelle Wachstumsversprechen. Industrielle Experten loben Fontaines Ansatz als ausgewogen und praxisnah. Sie sieht in der Kombination aus strategischer Ausrichtung, technologischem Niveau und Teamqualität eine Stärke, die IBM gegenüber reinen Risikokapitalgebern unterscheidet. IBM Ventures ist mittlerweile ein etablierter Player in der Unternehmens-VC-Szene, der nicht nur Geld, sondern auch Zugang zu Infrastruktur, Kunden und Forschung bietet. Die Fokussierung auf Kooperation und langfristige Partnerschaften macht die Strategie besonders attraktiv für innovative Startups in der Enterprise-Technologiebranche.

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